"Der Kühlschrank ist geöffnet", sagt Brunhilde Rings, Gästeführerin an den Birresborner Eishöhlen in der Vulkaneifel. Im Sommer gibt es dort zwar keine Eisstehlen wie hier - wärmer als 7 Grad wird es dennoch nicht. Früher wurden die Höhlen als Eislager benutzt, dort wurden auch Mühlsteine abgebaut. Zwischen April und Oktober ist die Höhle frei zugänglich. Jeden zweiten Freitag im Monat gibt es eine Führung. (Foto: Brunhilde Rings)

Abkühlung bei 30 Grad Hitze

Wenn es richtig heiß wird: Das sind die kältesten Orte in der Region Trier

STAND
AUTOR/IN

Die Hitzwelle ist noch nicht vorbei in der Region. SWR Aktuell zeigt die kältesten Orte an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück. Kuschelige 10 Grad gibt es an mehreren Orten.

Einfach ins kühle Wasser springen und die Hitze Hitze sein lassen: Das geht an den Maaren in der Eifel. Hier am Gemündener Maar sowie am Meerfelder, dem Schalkenmehrener Maar und dem Pulvermaar herrschen im Mittel 21 bis 22 Grad. Höhere Temperaturen werden laut Gesundland Vulkaneifel nur bei langen Hitzeperioden geknackt. Aber Vorsicht: Reinspringen in die Maare ist nur an den abgegrenzten Naturfreibädern erlaubt. (Foto: SWR, Anna-Carina Blessmann)
Einfach ins kühle Wasser springen und die Hitze Hitze sein lassen: Das geht an den Maaren in der Eifel. Hier am Gemündener Maar sowie am Meerfelder, dem Schalkenmehrener Maar und dem Pulvermaar herrschen im Mittel 21 bis 22 Grad. Höhere Temperaturen werden laut Gesundland Vulkaneifel nur bei langen Hitzeperioden geknackt. Aber Vorsicht: Reinspringen in die Maare ist nur an den abgegrenzten Naturfreibädern erlaubt. Anna-Carina Blessmann Bild in Detailansicht öffnen
Wer nicht direkt ins Wasser springen will, der kann sich zumindest daneben stellen und sich erfrischen lassen: Im Dreimühlen-Wasserfall bei Nohn in der Eifel plätschert das ganze Jahr das Wasser dreier Quellzuflüsse über eine Geländekante. Der Zugang zum Wasserfall ist auf eigene Gefahr möglich, er kann das ganze Jahr über besichtigt werden - was auch rege genutzt wird, dort ist immer viel los. Thomas Regnery Bild in Detailansicht öffnen
Der Erbeskopf bei Thalfang im Hunsrück ist mit 816 Metern der höchste Berg von Rheinland-Pfalz. In diese luftigen Höhen lohnt sich ein Ausflug aber nicht nur in der Skisaison, sondern auch im Sommer. Denn auf dem Erbeskopf ist es meist um einiges kälter als im Rest des Landes. Für das Hitze-Wochenende meldet der Wetterdienst 23 Grad. Bild in Detailansicht öffnen
Die Flucht vor der Hitze kann auch tief in die Erde hinein führen, wie in Fell bei Schweich. Dort können Besucher ein ehemaliges Schieferbergwerk erkunden und sich so für eine gute Stunde abkühlen. Die Temperatur im Bergwerk liegt ganzjährig bei 12 Grad Celsius, erklärt Betriebsleiterin Tanja Jägen. Geöffnet ist das Museum am Wochenende von 10 bis 18 Uhr. Besucherbergwerk Fell Bild in Detailansicht öffnen
Die Teufelsschlucht bei Ernzen ist ein sogenannter Kaltluftsee. Das heißt: Inmitten des felsigen Tals sammelt sich die kalte Luft. In sehr heißen Sommern kann es in der Schlucht daher rund 20 Grad kälter sein als im Umland der Südeifel. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
"Der Kühlschrank ist geöffnet", sagt Brunhilde Rings, Gästeführerin an den Birresborner Eishöhlen in der Vulkaneifel. Im Sommer gibt es dort zwar keine Eisstehlen wie hier - wärmer als 7 Grad wird es dennoch nicht. Früher wurden die Höhlen als Eislager benutzt, dort wurden auch Mühlsteine abgebaut. Zwischen April und Oktober ist die Höhle frei zugänglich. Jeden zweiten Freitag im Monat gibt es eine Führung. Brunhilde Rings Bild in Detailansicht öffnen
Wer die Hitze in Trier nicht aushält, kann eine Verschnaufpause im Dom machen. Trotz der heißen Temperaturen draußen gilt in der Kirche allerdings eine Kleiderordnung: Allzu knapp sollte man sich aus Respekt vor dem Gotteshaus nicht anziehen. Jana Hausmann Bild in Detailansicht öffnen
Wein will kalt gelagert werden. Und das ist auch der Grund, warum Winzer ab Mitte des 19. Jahrhunderts die damals wichtige Handelsstadt Traben-Trarbach an der Mosel unterkellern ließen. Bei 12 Grad können Besucher sich Freitag und Montag ab 17 Uhr durch diese Katakomben führen lassen. Tourist Information Traben-Trarbach Bild in Detailansicht öffnen
Rund um Saarburg ist es normalerweise recht heiß. Die Kollesleuker Schweiz ist aber eine kleine Oase in der Hitze. Hier schaffen Wald, Felsen und ein Bachlauf ein erfrischenderes Klima für die warmen Tage. Saar-Obermosel-Touristik Bild in Detailansicht öffnen
Im Winter ist eine kalte Burg kein Vergnügen, im Sommer dafür ein Segen: In den Manderscheider Burgen und ihren Gewölbekellern herrschen nach Auskunft der Betreiber auch im Sommer angenehme 19 bis 22 Grad. Grund ist die nahe Lieser, die für Abkühlung sorgt. Die Oberburg ist ganzjährig frei zugänglich, Eintritt muss nicht gezahlt werden. Die Niederburg ist von April bis Dezember täglich zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet. Anna-Carina Blessmann Bild in Detailansicht öffnen
Das Westwallmuseum Konz liegt im ehemaligen Bunker "Villa Gartenlaube". Hinter diesen dicken Mauern wird es nie wämer als 10 Grad. Außerdem gibt es im Museum eine Ausstellung von historischen Exponaten aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen. Der Eintritt: gratis. Eine Alternative zum Konzer Museum ist das ehemalige Panzerwerk Katzenkopf in Irrel. Auch in diesem Museum in einem früheren Westwallbunker herrschen angenehme 10 Grad. Westwallmuseum Konz Bild in Detailansicht öffnen
Bis die St. Salvator Basilika in Prüm sich aufheizt, muss es schon über viele Tage draußen richtig heiß sein, sagt die Pfarrei. Nicht nur für eine Abkühlung ist sie also einen Besuch wert: Zu besichtigen gibt es zum Beispiel einen barocken Hochaltar. Die Reliquien und das Grabmal Kaiser Lothars I. sind nicht das ganze Jahr über zu sehen. Die Kirche an sich kann aber täglich besucht werden. Nicole Mertes Bild in Detailansicht öffnen
Eigentlich wollten die Moselaner in diesem Stollen in Bernkastel-Kues einmal Edelsteine abbauen. Leider fanden sie aber kaum welche und so wurde das Bergwerk zum historischen Weinkeller umgebaut. Normalerweise würde die Temperatur dort auch im Hochsommer nicht über 12 Grad klettern. Weil der Keller derzeit aber täglich geöffnet ist, sind es aktuell rund 14 Grad. Er kann von 11:30 Uhr bis 17:30 Uhr besucht werden. Dienstag ist Ruhetag. Weingut Kilburg Brauneberg Bild in Detailansicht öffnen
Wenn es über der Erde zu heiß wird, dann fährt man doch einfach unter die Erde: Zum Beispiel ins Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen bei Bleialf, wo laut dem betreibenden Verein immer 8 bis 10 Grad herrschen. Im Stollen kann man sich über den ehemaligen Bleierzbergbau informieren. Zwischen Mai und Oktober ist der Stollen am Wochenende von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen fünf Euro, Jugendliche 2,50 Euro, Kinder kommen umsonst rein. Ernst Gilles Bild in Detailansicht öffnen
An den heißen Tagen hilft es manchmal auch, einen kühlen Fuß zu bewahren. Zum Beispiel beim Wassertreten in der Kneipp-Anlage in Beuren im Hochwald. Das Becken wird aus einem Bach gespeist und ist eiskalt. Wer nicht so weit fahren will, kann auch eine der vielen weiteren Kneipp-Anlagen in der Region besuchen, etwa in Kesten an der Mosel, in Malberg in der Eifel oder in Sirzenich. Kneipp-Verein Trier Bild in Detailansicht öffnen

Auch in der dieser Woche bleibt es in der Region Trier sehr warm. Nach etwas Abkühlung können die Temperaturen wieder bis zu 30 Grad erreichen

Wer es da etwas kälter haben möchte, muss nicht bis zum Schneifelforsthaus in Roth bei Prüm wandern. Auch wenn der Ort in der Westeifel seit gut 30 Jahren mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von nur 7 Grad der kälteste in Rheinland-Pfalz ist.

Ein ähnlich kühles Klima lässt sich auch an vielen anderen Plätzen in der Region finden. Das können Berge sein, Kirchen, Seen, unterirdische Stollen und Bunker. SWR Aktuell hat die kältesten Orte für einen Ausflug zusammengestellt und auf einer Karte markiert.

Region Trier

Badespaß in der Natur Hier sind die Badeseen in der Region Trier

In der Region Trier gibt es nicht nur zahlreiche Freibäder, sondern auch einige Möglichkeiten, inmitten herrlicher Natur das kühle Nass zu genießen. Hier ein Überblick.  mehr...

STAND
AUTOR/IN