Der Eingangsbereich eines leerstehenden Hotels (Foto: SWR)

Zwangsversteigerung von Hunsrück-Hotel Interessent bietet 1,4 Millionen Euro

Bei der Zwangsversteigerung des ehemaligen Familienhotels in Horath im Hunsrück hat am Mittwoch der einzige Bieter 1,4 Millionen Euro geboten. Ob der Hotelier aus dem Raum Frankfurt dafür den Zuschlag bekommt, ist noch nicht entschieden.

Bis zum 4. September haben die Gläubiger jetzt Zeit, über das Angebot zu entscheiden. Dann ist der sogenannte Verkündungstermin in dem Zwangsversteigerungsverfahren. Ein für die Zwangsversteigerung angefertigtes Gutachten hatte das Hotel mit knapp acht Millionen Euro bewertet. Jetzt wurden nicht einmal 20 Prozent dieses Wertes geboten.

Dauer

Der Bieter ist ein Mann aus der Nähe von Frankfurt. Er will das Hotel nach eigenen Angaben an einen Hotelier vermieten. Der potenzielle Mieter sei eine kleinere Hotelkette, die bundesweit Hotels betreibt. Das Haus soll so schnell wie möglich wieder eröffnet werden, hieß es. Früher haben dort mehr als 70 Menschen gearbeitet. Möglicherweise werden es wieder so viele.

Das Hotel, das ursprünglich hauptsächlich für Familien mit geringem Einkommen und Menschen mit Behinderungen ausgerichtet war, war im Jahr 2000 zu einem 4-Sterne-Haus mit Schwimmbad und Wellness-Bereich ausgebaut worden. Dafür gab es laut Presseberichten auch Fördergelder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Bindung als Familienhotel ist mit der Versteigerung entfallen.

STAND