Ziegen auf einer Wiese (Foto: SWR, Solveig Naber)

Ziegen als Landschaftspfleger Lebendige Rasenmäher

Manche Landschaftsgärtner halten sie für besser als Rasenmäher oder Mähdrescher - Ziegen. Sonja Kirsch aus Trier hat selbst eine kleine Ziegenherde und vermietet sie an Winzer und Landwirte.

Sonja Kirsch aus Trier ist Landschaftsgärtnerin und hat selbst eine kleine Ziegenherde mit 18 Tieren. Landwirte oder Winzer können diese Ziegen mieten, um zum Beispiel alte Weinberge oder Hänge von lästigem Gestrüpp zu befreien. Das dauert zwar länger als mit Maschinen, hat aber viele Vorteile. Ihren ersten Einsatz haben die Ziegen schon hinter sich - auf einem stillgelegten Weinberg bei Trier.

Kleine Bergsteiger mit großem Hunger

Ziegen können gut klettern - und Hunger haben sie auch immer, sagt Kirsch. Beste Vorrausetzungen also - und besser als schweres Gerät sind sie sowieso. „Die Maschine macht das in einem Rutsch. Die fährt darüber und dann ist es sauber für den Landwirt. Aber dann ist zunächst aber auch einmal alles zerstört. Da ist dann wirklich eine braune Fläche. Die Ziege dagegen weidet halt und frißt das Buschwerk, aber zerstört nicht die ganze Umwelt.“

Gut für den Boden und für Insekten

Das ist gut für den Boden und auch für die Insekten, die auf den Flächen leben. Landwirt Aloys Dietzen hat die Ziegen schon ausgeliehen. Bald sollen sie wieder zum Einsatz kommen, um Wildschweine fernzuhalten. Denn abgefressene Weiden würden Wildschweine abschrecken, weiß Dietzen. Ein Wildschwein braucht Deckung, damit es nicht gesehen wird. Wenn die Ziegen aber rundherum alles wegfressen, ziehen sich die Wildschweine in den Wald zurück. Ziegenhalterin Sonja Kirsch wünscht sich, dass noch mehr Leute Ziegen als Landschaftspfleger ausprobieren. Um einfach zu sehen, wie sich eine Weide oder ein alter Weinberg danach entwickelt.

Sonja Kirsch mit ihren Ziegen auf einer Wiese (Foto: SWR, Solveig Naber)
Landschaftsgärtnerin Sonja Kirsch hält Ziegen zur Landschaftspflege Solveig Naber
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