Viele Ausfällen am Flughafen Hahn Streik bei Ryanair beendet

Nach dem 24-Stunden-Streik will Ryanair wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Die Gewerkschaften hatten das Streikende auf 02.59 Uhr festgelegt und damit weit vor den ersten geplanten Starts.

Für heute sind rund 400 Flugbewegungen von und nach Deutschland geplant. An dem Streik hatten sich Piloten und Flugbegleiter an vielen Standorten beteiligt. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und ver.di berichteten von einer sehr hohen Beteiligung.

Ryanair hatte 150 Verbindungen am Mittwoch abgesagt. Die meisten Flugausfälle gab es an den größten Standorten Frankfurt und Berlin. Am Hunsrück-Flughafen Hahn wurden nach SWR-Informationen sechs Abflüge und sechs Ankünfte gestrichen - das bedeutet die Hälfte der Flüge.

Höhere Gehälter und neu Arbeitsverhältnisse

Für die Piloten war es nach einem ersten Streiktag im August gegen Ryanair bereits die zweite Welle, während die Flugbegleiter erstmals die Arbeit niedergelegt haben.

Beide Berufsgruppen fordern höhere Gehälter und neu strukturierte Arbeitsverhältnisse, etwa planbare Einsatzzeiten. Neue Verhandlungstermine stehen noch nicht fest, obwohl beide Seiten ihre Gesprächsbereitschaft betont haben. Inhaltliche Annäherungen waren am Streiktag nicht zu erkennen.

Gewerkschaft: "Despotische Willkürherrschaft"

Eine ver.di-Sprecherin sagte in Frankfurt, es gehe nicht um einen "normalen Arbeitskampf", sondern es gebe bei Ryanair eine "despotische Willkürherrschaft". Es gebe keine Tarifverträge, keine existenzsichernden Arbeitsverträge und keine Beziehung zu den Gewerkschaften auf Augenhöhe. Dies alles fordere man ein.

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16:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Ryanair droht mit Stellenabbau

Ryanair hat unterdessen mit einem Stellenabbau in Deutschland gedroht, sollte es weitere Pilotenstreiks geben. Solche Arbeitskampfmaßnahmen würden zur Streichung von Standorten und Stellen für Piloten und Flugbegleiter führen, erklärte Ryanair.

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