Winzer bei der Weinlese (Foto: picture-alliance / dpa, dpa)

Weinjahrgang 2018 Moselwinzer freuen sich über Top-Ernte

Die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer haben in diesem Herbst die größte Ernte seit 16 Jahren eingefahren. Grund für die gute Ernte seien unter anderem ein warmes Frühjahr ohne Frost und keine Probleme mit Pilzerkrankungen im Sommer.

Mit einer geschätzten Menge von mehr als einer Million Hektolitern falle die Ernte fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Moselwein, Henning Seibert, am Freitag in Pünderich (Kreis Cochem-Zell). Eine größere Erntemenge hatten die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer zuletzt 2002 in die Keller gebracht.

Sehr gute Qualität

Die Ernte sei auch mit Blick auf die Qualität "hervorragend". Vor allem nach der Mini-Ernte des vergangenen Jahres sei es für die Winzer wichtig gewesen, dass wieder Wein in die Keller komme, sagte der Geschäftsführer von Moselwein, Ansgar Schmitz. 2017 war mit 534.000 Hektolitern als kleinste Ernte der vergangenen 50 Jahre in die Weinbaugeschichte eingegangen. Der 2018er biete die ganze Bandbreite von Qualitätswein bis Trockenbeerenauslese in hohen Qualitäten.

Schlechte Zeiten für Fasswein-Winzer

Allein die Entwicklung am Fassweinmarkt trübe die gute Stimmung, teilte der Weinbauverband Mosel mit. Wurden in 2017 für Moste der Sorten Elbling und Müller-Thurgau 110 bis 120 Euro je Hektoliter gezahlt, liege der Preis derzeit bei 70 Euro je Hektoliter. Beim Riesling fiel der Preis von 150 Euro im Vorjahr auf 90 bis 100 Euro.

Winzer Christoph Pazen aus Zeltingen-Rachtig setzt weniger auf Fasswein. Er verkauft seinen Wein direkt. (Foto: SWR, Sebastian Grauer)
Winzer Christoph Pazen aus Zeltingen-Rachtig setzt weniger auf Fasswein. Er verkauft seinen Wein direkt. Sebastian Grauer

Das Anbaugebiet Mosel ist mit einer Rebfläche von rund 8.600 Hektar deutschlandweit das fünftgrößte. Es erstreckt sich von Perl im Saarland bis nach Koblenz.

STAND