Hände halten ein Stethoskop (Foto: SWR)

Wegen Ärztemangels auf dem Land Neue Ausbildung von Ärzten in Saarburg

Ein Verbund aus dem Kreiskrankenhaus Saarburg und Allgemeinmedizinern versucht, etwas gegen den Ärztemangel auf dem Land zu tun. Assistenzärzte sollen künftig von Allgemeinmedizinern weitergebildet werden und Hausarztpraxen übernehmen.

In der Region Trier braucht es mehr Hausärzte. Um mit diesem Problem umzugehen, hat sich ein Weiterbildungsverbund gebildet, der die Ausbildung von Allgemeinärzten verändern will. Der Zusammenschluss besteht bisher aus der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, sieben Hausarztpraxen, dem Kreiskrankenhaus in Saarburg und der Ärztekammer.

Neue Arztausbildung

Durch die neue Ausbildungsform können Assistenzärzte am Krankenhaus Saarburg sich neben ihrer Facharztausbildung zusätzlich als Allgemeinmediziner weiterbilden lassen. Die Ausbildung übernehmen die beteiligten Hausärzte. Die Hoffnung der Ärzte ist, dass sie sich ihren Nachwuchs so selbst ausbilden können. Langfristiges Ziel ist nach Angaben der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, die ärztliche Versorgung auf dem Land zu sichern.

Erster Arzt bereits in Ausbildung

Ein Arzt ist bereits in der Ausbildung des Weiterbildungsverbundes. Ausgebildet wird er von einem Allgemeinmediziner in Zerf. Dort sei die Lage schwierig, so der Mediziner. Absehbar sei, dass in einem Jahr nur noch ein Arzt in Zerf arbeite. Daher wäre ein Nachfolger wichtig.

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