Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter vereinigt Trier, Koblenz, Saarbrücken und 500 Kilometer Wasser

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Trier, Koblenz und Saarbrücken werden zum Amt Mosel-Saar-Lahn vereinigt. Die neu zugeschnittene Behörde ist für fast 500 Kilometer Wasserstraßen zuständig.

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Das neue WSA Mosel-Saar-Lahn

Wie die Generaldirektion in Bonn auf SWR-Anfrage mitteilte, bleiben die Standorte in Trier, Koblenz und Saarbrücken erhalten. Die neuen Ämter sollen jedoch größer werden und bekommen mehr Eigenverantwortung. Dadurch sollen sie schneller und flexibler handeln können.

Der Zusammenschluss ist Teil einer großen Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland. Insgesamt werden aus 39 Ämtern jetzt 17.

Langer Weg zur Fusion

Jetzt ist die Fusion perfekt. Der Weg dorthin war schwierig: Kurz nachdem bekannt wurde, dass es eine Reform geben soll, machten sich viele Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Die Bundesregierung hatte Pläne, viele Stellen einzusparen. Dagegen protestierten die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter. Nach mehreren Streiks an den Schleusen der Region Trier kam schließlich die Entwarnung: Die rund 800 Arbeitsplätze an den drei Standorten bleiben erhalten.

Wasserkarte der Region Mosel-Saar-Lahn (Foto: SWR, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn)
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn

Unterschiedliche Schwerpunkte

Bisher waren die drei Ämter geographisch aufgeteilt: Trier war für die Mosel ab der französischen Grenze bis Kinheim zuständig, Koblenz kümmerte sich um den Rest der Mosel und den Unterlauf der Lahn. Die Saar lag im Bereich des Amtes Saarbrücken. In Zukunft werden den Standorten unterschiedliche thematische Schwerpunkte zugewiesen. Trier ist dann für Hydrologie, also Wasserkunde, zuständig. In Koblenz konzentriert sich die Arbeit auf die Schifffahrt, in Saarbrücken auf Liegenschaften, also Grundstücke. Die Schwerpunkte sind aber nicht exklusiv, jeder Standort bearbeitet also weiterhin alle Themen.

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