Bildmontage: Verwaltungsgericht Trier mit

Offene Richterstellen in Trier Verwaltungsgericht weiterhin mit Asylklagen belastet

Die Zahl der Asylklagen ist deutlich gesunken, aber vor dem Verwaltungsgericht Trier liegt ein Berg von Arbeit. Hier werden alle gerichtlichen Asylverfahren im Land bearbeitet.

Insgesamt gab es in den ersten sechs Monaten 2018 rund 3.500 neue Asylklagen. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 8.400. Aber das Verwaltungsgericht hat vor allem noch aus den Jahren 2016 und 2017 viele Klagen abzuarbeiten.

Mehr Dublin-Verfahren

Diese Klage hätten es zum Teil in sich, sagt der Präsident des Verwaltungsgerichts, Georg Schmidt. Die Verfahren seien schwieriger, denn es handele sich um Asylbewerber aus Afghanistan, aus Pakistan, aus dem Iran. "Die Verfahren müssen in aufwändigen, mündlichen Verhandlungen abgearbeitet werden."

"Die Verfahren müssen in aufwändigen, mündlichen Verhandlungen abgearbeitet werden."

Georg Schmidt, Präsident des Verwaltungsgerichts Trier

Hinzu kommt, dass die Zahl der sogenannten Dublin-Verfahren im ersten Halbjahr in die Höhe geschossen sei. Das sind Verfahren, in denen Asylsuchende in einem anderen EU-Land zuerst registriert wurden und deshalb auch dort ihr Asylverfahren durchgeführt werden müsste.

Außerdem fehlen laut Schmidt Richter in Trier. So wurden zwar im August zehn neue Richterstellen zugesagt, bis September werde aber nur die Hälfte davon besetzt sein. Es werde dringend nach Verwaltungsjuristen gesucht.

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