Ein Schild mit der Aufschrift "Verwaltungsgericht Trier" (Foto: SWR)

Verwaltungsgericht Trier Klage des "Prümer Taliban" abgewiesen

Das Verwaltungsgericht Trier hatte seit Mittwoch über den asylrechtlichen Folgeantrag des Afghanen verhandelt. Jetzt wurde seine Klage abgewiesen.

Der Mann hatte erneut geklagt, weil es seiner Meinung nach neue Gründe gibt, die sein Bleiben in Deutschland rechtfertigen. Das sah das Gericht anders. Die Urteilsbegründung will das Verwaltungsgericht später bekannt geben.

Bereits im Februar hatte das Verwaltungsgericht Trier den Eilantrag auf Asyl des Klägers abgelehnt. Er habe nicht begründet, warum er tatsächlich Asyl beantragt habe. Die Richter befanden, es könne nicht davon ausgegangen werden, dass ihm bei der Rückkehr nach Afghanistan Gefahr drohe.

In der Folge wurde seine Ausreise angeordnet. Der Mann tauchte daraufhin unter. Derzeit befindet er sich aber im Kirchenasyl in Berlin.

Angeklagter will in Deutschland bleiben

Der 23-Jährige war als "Taliban von Prüm" bekannt geworden. Er sollte sich 2017 in einem Verfahren verantworten, weil er selbst angegeben hatte, für die Taliban gearbeitet zu haben. Allerdings widerrief er sein früheres Geständnis und sagte, er habe als angeblicher Taliban-Deserteur leichter Asyl in Deutschland erhalten wollen.

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