Blaulicht Polizei (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Präsidium ermittelt gegen Polizisten wegen Gewalt Herkunft des Prügelvideos aus Prüm noch unklar

Zu dem Video im Internet, das Polizeigewalt zeigen soll, gibt es keine Hinweise, dass es nicht echt sein könnte. Das teilte die Trierer Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittlungen gegen einen Bundespolizisten wegen Verdachts auf Körperverletzung im Dienst übernahm nicht die Bundespolizei selbst, sondern das Polizeipräsidium Trier. Das sagte der Leiter der Trierer Staatsanwaltschaft, Peter Fritzen. Zu dem Video im Internet, das die Polizeigewalt zeigen soll, sagte er, bislang gebe es keine Hinweise, dass es nicht echt sein könnte. "Die Herkunft des der Polizei in Prüm anonym übermittelten Videos ist noch nicht geklärt", ergänzte der Leitende Oberstaatsanwalt.

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19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Verfolgungsfahrt war vorausgegangen

Wann der beschuldigte Beamte vernommen werde, sei bis Donnerstagmittag noch nicht klar gewesen. Das Video soll laut Fritzen die Festnahme eines Mannes durch Bundespolizisten in der Nacht zum Montag in Prüm zeigen. Dabei sei zu sehen, wie ein Beamter den Mann schlage und trete. Vorausgegangen war eine Verfolgungsfahrt. Der Fahrer eines Autos hatte sich der Staatsanwaltschaft zufolge einer Kontrolle der Bundespolizei nahe der deutsch-belgischen Grenze entzogen und wurde erst in Prüm gestoppt. Dabei sei sein Auto mit einem Polizeiwagen zusammengestoßen. Die drei Franzosen an Bord im Alter von 22 bis 26 Jahren hätten Marihuana und Haschisch bei sich gehabt.

Platzwunde und Prellungen

Der geschlagene Mann kam laut Fritzen mit einer Platzwunde an der Stirn und Prellungen vorübergehend in ein Krankenhaus. "Ob und in welchem Umfang die Verletzungen auf die Schläge und Tritte des Beamten zurückzuführen sind, ist allerdings noch Gegenstand der Ermittlungen", teilte Fritzen mit. Auch die beiden Polizisten in dem Dienstfahrzeug, das mit dem Fluchtwagen zusammenstieß, erlitten leichte Verletzungen. Einer dieser zwei Beamten ist der Beschuldigte. Die drei Franzosen sind auf freiem Fuß.

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