Ein Mann geht bei Starkregen mit einem rot-weißen Schirm über eine Straße (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, picture alliance/Peter Steffen/dpa)

Unwetter in der Region Trier Stadt Trier informiert über Starkregen-Vorsorge

Die Stadt Trier informiert ab heute Bürger, wie sie ihre Häuser vor Starkregen schützen können. Dazu wird es in den kommenden Monaten in verschiedenen Stadtteilen zehn Veranstaltungen geben.

Die erste findet heute Abend in der Sporthalle der Grundschule Tarforst statt.
Für jeden Stadtteil hat die Stadt spezielle "Starkregen-Gefahrenkarten" erstellen lassen. So sind zum Beispiel Grundstücke in der Nähe von Flüssen oder Bächen gefährdet, aber auch Häuser in Hanglagen.

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Karten markieren Problem-Stellen

Diese Karten können die Bewohner einsehen und ihre Erfahrungen einbringen, an welchen Stellen starke Regenfälle immer wieder zu Hochwasser geführt haben. In Workshops sollen dann in einem zweiten Schritt konkrete Massnahmen erarbeitet werden, um für Starkregen-Ereignisse vorzusorgen. Eine Möglichkeit sind nach Angaben der Stadt unter anderem Rückstauklappen. Die könnten verhindern, dass bei Starkregen Wasser aus dem Kanal ins Haus eindringt.

Am 11. Juli dieses Jahres hatte extremer Starkregen in Teilen der Innenstadt und in Trier-Olewig große Schäden verursacht. Unter anderem wurden Keller und Straßen überflutet.

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Aber auch in den vergangenen Jahren gab es in Trier ungewöhnlich oft Starkregen. Eine ähnliche Flut wie im Juli kam im September 2018 runter. Da waren der Pferdemarkt, die Deutschherrenstraße, der Georg Schmitt Platz sowie das Martins- und Pacelliufer überschwemmt. Auch im Mai 2016 löste Starkregen eine Schlammlawine aus. Daher seien solche Veranstaltungen sehr wichtig, sagt Triers Baudezernent Andreas Ludwig.

Wir wollen sensibilisieren, damit die Menschen sich selbst kümmern können, was sie an ihrem Haus machen können, dass sie das Bewußtsein dafür haben. Wir erleben das immer, dass man gar nicht damit gerechnet hat. Viele Schäden halten wir für vermeidbar, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert.

Andreas Ludwig, Baudezernent Stadt Trier

Warn-und Evakuierungspläne evakuiert

Die Trierer Berufsfeuerwehr hat nach eigenen Angaben bereits ihre Einsatzpläne für Starkregen aktualisiert. So seien die Warn- und Evakuierungspläne erweitert worden, so dass auch Einsatzkräfte, die nicht aus Trier sind, besser eingebunden werden könnten.

Die Feuerwehr werde auch eine Anlage zum Befüllen von Sandsäcken und Material beschaffen. So könnten auch betroffene Bürger besser unterstützt werden.

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