Bildmontage: Justitia-Statue und Gebäude des Landgericht Trier (Foto: SWR)

Überfall auf Konzer Juweliergeschäft Mutmaßliche Schmuck-Diebe vor Gericht

Zwei Männer müssen sich ab Montag wegen schweren Raubes vor dem Trierer Landgericht verantworten. Sie sollen an einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Konz beteiligt gewesen sein.

Einer der beiden Angeklagten hatte laut Anklage die Tat geplant, der zweite hatte den Fluchtwagen gefahren. Den eigentlichen Überfall sollen zwei weitere Komplizen durchgeführt haben. Gegen die wird gesondert ermittelt.

Überfall mit Schusswaffe

Am Tattag im September vergangenen Jahres sollen diese Männer die Angestellten in dem Konzer Juweliergeschäft mit einer Schusswaffe bedroht haben. Danach sollen sie aus dem Tresor Schmuck und Uhren im Wert von rund 41.000 Euro geraubt haben. Anschließend seien die Angestellten von den Tätern gefesselt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Nicht die erste Strafttat

Während des ersten Prozesstages wurde bekannt, dass die beiden Angeklagten schon mal versucht hätten, das Konzer Juweliergeschäft zu überfallen und dass sie bereits in ein Paketlager in Wasserliesch, dem Nachbarort von Konz, eingebrochen seien. Darauf folgte dann der bewaffnete Überfall auf den Juwelier im September letzten Jahres. Alle Straftaten hätten sich innerhalb einer Woche abgespielt.

"Nur ein kleiner Gefallen"

Der Richter hatte die beiden Angeklagten eindringlich dazu aufgefordert, sich zur Tat zu äußern, um damit ihre Strafe mildern zu können. Nur der mutmaßliche Fahrer des Fluchtwagens hat das genutzt. Allerdings ausschließlich, um sich selbst als weitgehend unbedarft darzustellen. Er habe lediglich das Auto gefahren, um seinen Bekannten einen Gefallen zu tun. Schließlich hätten die Männer ja eine gemeinsame Alkohol-und Drogenvergangenheit.

Opfer leiden massiv unter Überfall

Auch die beiden Frauen, die während des Überfalls in dem Juweliergeschäft arbeiteten, wurden am Montag vor Gericht als Zeuginnen befragt. Sie schilderten nicht nur, dass sie gefesselt und getreten wurden, sondern auch, dass ihnen während des Überfalls die Pistole an den Kopf gehalten und sie immer wieder mit den Worten "I kill you" angeschrien wurden.

Beide Frauen litten noch heute massiv unter der Tat. Eine der beiden Frauen benötige seit dem Überfall eine Psychotherapie.

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