Blick in einen Tunnel (Foto: SWR)

Tunnelarbeiten an der Mosel Mehr Sicherheit für den Bernkasteler Burgbergtunnel

Der Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues wird saniert. Es geht vor allem um die Sicherheit. Deshalb wird ein ganz neuer Rettungsstollen in den Fels gebohrt. Aber die Arbeiten werden teurer als geplant.

Reges Treiben herrscht mitten im Tunnel: Bauarbeiter in orangener Schutzkleidung und gelben Helmen bohren und schweißen an mehreren Stellen gleichzeitig. Im neuen Rettungsstollen spritzt eine Maschine Beton an die Wand, Baustellenfahrzeuge bringen im Minutentakt Material und Geräte. Beispielsweise geht es darum, Notrufnischen in den Tunnel einzubauen, sagt Ingenieur Guido Bauer vom Landesbetrieb Mobilität. Außerdem werden in den Notrufnischen künftig auch Feuerlöscher deponiert. um kleinere Fahrzeugbrände selbst zu löschen.

Dauer

Der rund 20 Jahre alte Burgbergtunnel wird nach neuen Sicherheitsrichtlinien überarbeitet. Vor allem der neue Fluchtweg, der parallel zum Haupttunnel in den Fels gesprengt wurde , soll Menschen im Notfall helfen, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Im Falle eines Feuers kann vor allem der Rauch gefährlich werden

Viel schlechter Fels

Die technische Nachrüstung des Tunnels sollte ursprünglich 6,8 Millionen Euro kosten, mittlerweile werden die Kosten mit 8 Millionen Euro beziffert. Ein Grund dafür sei, dass das Gebirge weniger stabil ist als zunächst von Geologen angenommen, so Guido Bauer. Es seien zwar Gesteinsprognosen durchgeführt worden, die hätten sich aber nicht erfüllt, erklärt der Ingenieur. Es gebe viel guten, aber auch sehr viel schlechten Fels.

Mehrere Arbeiter in einem Tunnel (Foto: SWR)
Die Arbeiten sollen Ostern 2020 fertig sein

Die Kosten werden zu fast 90 Prozent vom Land getragen, den Rest zahlt der Kreis Bernkastel-Wittlich. Das gilt auch für die Mehrkosten. Am Zeitplan soll sich nichts ändern. Ostern nächsten Jahres soll der Tunnel komplett fertig sein.

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