Der Trierer Bischof Stephan Ackermann während der Pressekonferenz in Fulda (Foto: dpa)

Auf dem Weg zu Großpfarreien Trierer Bischof Ackermann will schrittweise Bistumsreform

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat am Donnerstagvormittag bekannt gegeben, dass die Bistumsreform in zwei Schritten umgesetzt werden soll. Gleichzeitig werden die Proteste lauter.

Insgesamt bleibt es bei dem Plan, die knapp 900 Pfarreien des Bistums Trier zu 35 Großpfarreien zusammenzulegen. Die sogenannten "Pfarreien der Zukunft" sollen in zwei Stufen entstehen. Bis zum 1.1.2020 werden zunächst 13 Großpfarreien gebildet, darunter Wittlich, Idar-Oberstein, Koblenz und Neuwied. Bis 2022 sollen dann die restlichen Pfarreien dazu kommen.

Dauer

Proteste gegen Reform

Gegen die Reform des Bistums hat sich die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" gebildet. Für das kirchliche Leben und das Ehrenamt vor Ort könnte es das Aus bedeuten, wenn die kleinen Pfarreien geschlossen würden, so der Sprecher der Initiative Harald Cronauer. Nach eigenen Angaben haben sich bereits 288 katholische Kirchengemeinden der Initiative angeschlossen. Das sei fast ein Drittel aller Gemeinden im Bistum Trier. Im Oktober hatten in Trier 1.500 Katholiken gegen die Reform demonstriert.

Ackermann ist sich der Kritik bewusst

In der Pressekonferenz am Donnerstag sagte Bischof Ackermann, dass er sich der Kritik an der Reform bewusst sei. Mit der schrittweisen Umsetzung der Reform gehe er auf die Kritiker zu. Denn durch die langsamere Veränderung bleibe mehr Zeit, sich mit Fragen nach dem Ehrenamt und dem Vermögen der kleinen Pfarreien auseinanderzusetzen.

Trierer Bischof Ackermann bei der Pressekonferenz zur Bistumsreform im Januar 2019 (Foto: SWR)
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