Erste Flutung der neuen Moselschleuse in Trier (Foto: SWR, Dunja von Morzé)

Trierer Schleuse Zweite Schleusenkammer wird erstmals geflutet

Die neue zweite Schleusenkammer an der Trierer Schleuse wird am Mittwoch das erste Mal geflutet. Nach fünf Jahren Bauzeit soll jetzt geprüft werden ob alle Abläufe funktionieren.

So sollen nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Trier in den nächsten Wochen erste Probeschleusungen mit Schiffen stattfinden. Dabei soll das gesamte Schleusensystem überprüft werden, damit letzte Feineinstellungen vorgenommen werden könnten. Anfang kommenden Jahres werde die zweite Kammer der Trierer Schleuse dann offiziell eröffnet.

Dauer

Der Bau einer zweiten Schleusenkammer ist laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt   dringend erforderlich. Die Schleusen seien seit Jahrzehnten überlastet und die Wartezeiten lang. Die Trierer Schleuse ist dann die dritte von zehn Moselschleusen, die eine zweite Kammer hat. Der Bau der zweiten Schleusenkammer hat 75 Millionen Euro gekostet.

Ausbau anderer Moselschleusen im Zeitplan

Auch der Ausbau der anderen Moselschleusen mit einer zweiten Kammer liegt im Zeitplan. Nach Angaben der Bundesregierung sei der Baubeginn für die zweite Kammer der Schleuse Lehmen für Ende 2020 geplant. Für die Schleuse Wintrich werde derzeit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Einheitlicher Plan für alle Schleusen

Die zweiten Kammern für die Moselschleusen werden nach einem Standardprogramm gebaut, das für alle deutschen Binnenwasserstraßen gilt. So werden laut Bundesregierung bei Investition, Betrieb und Unterhalt Kosten gespart. Dr Ausbau der Moselschleusen ist im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030. So soll auf der Mosel das Ausfallrisiko von Schleusen reduziert werden.

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