Gläser mit Weißwein  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Streit um Mischgetränk Gericht in Trier entscheidet über Weinschorle

Bei diesen hohen Temperaturen ist abends ein Glas Weinschorle erfrischend und lecker. Doch was darf da rein? Nur Wein und Wasser? Darüber muss jetzt das Verwaltungsgericht verhandeln.

Die Richter müssen klären, ob ein Weinmischgetränk als Weinschorle verkauft werden darf. Geklagt hatte eine Weinkellerei an der Mittelmosel. Sie hat nach Angaben des Gerichts ein Getränk, das aus Wein, Wasser, Zitronensäure und Zucker hergestellt wird, schon seit längerem als Weinschorle in Supermärkten verkauft.

Keine Zusatzstoffe erlaubt

Das sei bisher auch zulässig gewesen. Bis jetzt: Ein Fachanwalt wollte das noch einmal von der zuständigen Behörde (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier) überprüft haben. Das haben die Experten gemacht und anders entschieden. Denn Weinschorle dürfe ausschließlich aus Wein und kohlensäurehaltigem Wasser bestehen, so die ADD. Das Produkt der Weinkellerei müsse deshalb unter einer anderen Bezeichnung verkauft werden.

Das Gericht muss klären, ob die Weinkellerei oder die ADD Recht bekommt.

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