Nach Großbrand im luxemburgischen Echternach Bislang keine Giftstoffe in Grenzfluss Sauer nachgewiesen

Nach dem Feuer am Dienstag im luxemburgischen Echternach war Löschwasser und Lösungsmittel in den Grenzfluss Sauer geflossen. Die Aufsichtsbehörde SGD Nord gibt jetzt Entwarnung.

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Es wurden keine Giftstoffe in der Sauer entdeckt, teilte die Aufsichtsbehörde SGD Nord am Mittwoch mit. Ein Leuchtbakterientest habe "keine Giftigkeit" gezeigt. Weitere Proben würden noch vom Landesamt für Umwelt untersucht. Die Stadtwerke Trier würden wegen des Einsatzes von Löschschaum zudem Proben auf perfluorierte Tenside (PFT) untersuchen. Einige Löschschäume enthalten PFT. Hier sei voraussichtlich am Montag mit Ergebnissen zu rechnen.

Laut luxemburgischem Umweltministerium war nach dem Feuer Löschwasser, Lösungsmittel und Phenolharz über verschiedene Abwasserkanäle in die Sauer geflossen. Der Brand- und Katastrophenschutz des Eifelkreises Bitburg-Prüm und des Landkreises Trier-Saarburg empfiehlt, auf den Verzehr von Fisch aus dem Grenzfluss zu verzichten und auch kein Wasser aus der Sauer zu nehmen.

Rauchwolke zog über Gemeinden hinweg

Die Feuerwehr löschte den Brand gegen 21.30 Uhr am Dienstagabend. Am Mittag war das Feuer bei der Firma in Echternach, die Flugzeugteile herstellt, ausgebrochen. Eine Rauchwolke war auch über die deutschen Gemeinden an der Sauer gezogen. Betroffen waren vor allem Orte wie Echternacherbrück, Minden und Ralingen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden bei Messungen in der Luft keine gesundheitsgefährdenden Stoffe festgestellt. Trotzdem sollten Anwohner Türen und Fenster schließen.

Feuer in Echternacher Firma - Feuerwehrmänner versuchen Feuer zu löschen, eine schwarze Rauchwolke zieht vorbei (Foto: Twitteraccount: Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps CGDIS)
Twitteraccount: Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps CGDIS

Hinweise auf Explosion nicht bestätigt

Die Brandursache ist noch unklar. Die Höhe des Sachschadens konnte auch noch nicht geschätzt werden. Zunächst sei von einem lauten Knall die Rede gewesen, Hinweise auf eine Explosion hätten sich zunächst aber nicht bestätigt, sagte ein Polizeisprecher. Feuerwehren aus den Landkreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm unterstützten die luxemburgischen Einsatzkräfte in Echternach.

[Feu d'envergure en cours ] sur le site industriel d'eurocomposite à Echternach. 80 pompiers luttent actuellement afin d'éviter une propogation du brasier. Fort dégagement de fumée. https://t.co/vXsKldcaoF

Schon 2015 Brand in der Firma

Nach Informationen des Luxemburger Worts gab es 2015 schon einmal einen Brand bei der betroffenen Firma. Nach Angaben der Zeitung habe die Firma etwa 850 Mitarbeiter am Standort Echternach. Innerhalb des Produktionsprozesses werde unter anderem Öl auf über 600 Grad erhitzt.

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