In Trier Pflazel ist eine Kita in Containern untergebracht.  (Foto: SWR)

Spielen im Container Stadtverwaltung setzt sich für Kita-Neubau in Trier-Pfalzel ein

Eine Kita im Ortsteil Pfalzel ist in Containern untergebracht. Das soll sich ändern. Mit einem neuen und größeren Gebäude für die Kinder. Doch es gibt Widerstand gegen das Projekt.

Die Kita St. Adula in Trier-Pfalzel ist seit zwei Jahren in Containern am Rand des Sportplatzes untergebracht. Die alte Kita im Ortskern musste wegen Schimmelbefalls geschlossen werden. Zudem war das Gebäude auch zu klein geworden für die 125 Kinder.

Die Kita in Trier-Pfalzel ist derzeit in Containern untergebracht.  (Foto: SWR)
Unterkunft für die Kinder der Kita in Trier-Pfalzel.

Unternehmen gegen neuen Kita-Standort

Die Stadt Trier möchten eine neue Kita bauen, genau dort, wo jetzt die Container stehen. Doch gegen den geplanten Standort am Sportplatz haben Firmen aus dem benachbarten Industriegebiet am Trierer Hafen Einwände eingereicht - sogar mit Klage gedroht. Unterstützer des Kita-Projekts vermuten, dass die Unternehmen bei der Überschreitungen von Grenzwerten Strafen befürchten.

Betriebe nah an Wohngebieten

Unternehmen im Trierer Hafen sollten nicht die Entwicklung des Stadtteils behindern, ist Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel überzeugt. "Das ist das Problem der 60er Jahre, dass man diese Firmen so nah an die Wohnbebauung herangebracht hat", sagt Pfeiffer-Erdel. "Wir lassen uns von diesen Firmen ja quasi die Infrastruktur in unserem Ort kaputt machen, das sollte nicht Sinn und Zweck sein".

Stadt Trier will Kita-Neubau

Der Trierer Baudezernent Ludwig sieht kein Problem an dem geplanten Kindergartenstandort. Man habe sogar einen Flächennutzungsplan mit Umweltgutachten gemacht. Die Grenzwerte müssten die Firmen im Trierer Hafen daher sowieso einhalten, so der Baudezernent. "Der Kindergarten gehört zu Pfalzel und genauso stehen wir auch zu dem Industriegebiet. Man muss sich arrangieren", sagt Ludwig. Ende 2020 soll die neue Kita eingeweiht werden.

Für viele Bewohner in Pfalzel wäre das auch ein Argument, dass die Unternehmen im Trierer Hafen generell ihre Schadstoffe reduzieren müssen.

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