Gegner von Boliviens Präsident Evo Morales feiern auf dem Plaza Murillo. Nach wochenlangen Protesten gegen ihn hat Morales seinen Rücktritt erklärt.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

"Soziale Friedensdienste im Ausland" Bistum Trier sieht keine Gefahr für Freiwillige in Bolivien

Seit Wochen gibt es Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen in Bolivien. Die katholische Organisation "Soziale Friedensdienste im Ausland" (SoFiA) empfiehlt den Freiwilligen, sich an die Sicherheitshinweise der Projektpartner vor Ort zu halten.

Derzeit seien fünf junge Menschen aus der Region Trier in dem südamerikanischen Land, unter anderem in Santa Cruz und Cochabamba, sagte ein Sprecher von SoFiA. Vertreter der katholischen Organisation würden die Situation in Bolivien genau beobachten und stünden im Kontakt zu den Freiwilligen, so der Sprecher weiter. Es gebe es aber noch keinen Grund, das Land zu verlassen.

Sinja Scheuer aus Trier in Bolivien

Das Bistum Trier hat seit 59 Jahren eine Partnerschaft mit der bolivianischen Kirche. Sinja Scheuer aus Trier ist seit drei Monaten in Bolivien. Sie absolviert ihr Soziales Jahr in der Stadt Cochabamba. Dort soll es zu besonders heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Morales-Anhängern gekommen sein. Eine halbe Stunde von Cochabamba, in dem Vorort Winto, lebt Sinja Scheuer aus Vierherrenborn bei Trier.

Dauer

Projekte unterbrochen

Die 20-Jährige arbeitet in zwei Projekten vor Ort. Am Vormittag ist sie in einer Kinderkrippe und hilft bei der Betreuung der Kinder. Am Nachmittag unterstützt sie die Lehrer bei der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern. Da wegen der Unruhen die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, kann die 20-Jährige nicht arbeiten. Sie hofft, dass sich die Lage bald beruhigen wird. Deshalb möchte sie auch bis zum Ende ihres sozialen Jahres in Bolivien bleiben.

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