Drohne (Foto: SWR, SWR -)

Schutz vor Borkenkäfern Borkenkäfer-Jagd mit Drohne im Kreis Trier-Saarburg

Das Forstamt Trier hat am Mittwoch in Aach mit einer Drohne den Borkenkäferbefall bei Fichten untersucht. Die von Borkenkäfernestern befallenen Bäume werden per Computer in Karten erfasst und dem Revierleiter für seine Arbeit zur Verfügung gestellt.

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Das sei die Grundlage dafür, welche Bäume am stärksten befallen seien und welche aus den Wäldern geholt werden müssten. Dadurch soll verhindert werden, dass sich der Borkenkäfer noch weiter ausbreitet.

Fotos von den Baumkronen

Die Drohne, ein graues Gerät mit vier Propellerarmen, hebt langsam vom Boden ab. Pilot Christian Frank, Leiter des Forstreviers Bitburg, dirigiert die Drohne in Richtung Wald.

"Die Drohne startet auf dem Boden und dann steigen wir auf 80 bis 120 Meter, je nach Gelände. Dann schaue ich mich um und suche nach den braunen und stark verlichteten Kronen. Dort fliege ich hin und mache geostationäre Fotos."

Drohnen-Pilot Christian Frank sucht mit seiner Drohne vor allem die Kronen der Fichten nach einem Borkenkäferbefall ab. (Foto: SWR, Eva Britz)
Drohnen-Pilot Christian Frank sucht mit seiner Drohne vor allem die Kronen der Fichten nach einem Borkenkäferbefall ab. Eva Britz

Schnelle und effiziente Kontrolle

Damit seien alle Fotos georeferenziert und könnten auf zwei Meter genau in ein normales Geoinformationssystem übertragen werden. Mit der Drohne kann Christian Frank bis zu 400 Hektar Wald am Tag auf den Borkenkäferbefall kontrollieren. Eine echte Entlastung für den Revierförster. Denn der wäre für 300 bis 400 Hektar gut zwei Wochen unterwegs.

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Ein weiterer Vorteil: Der Borkenkäferbefall fängt in der Krone an, die der Förster von unten gar nicht so gut erkennen kann. Also geht es auch darum, mit der Drohne die frisch befallenen Fichten zu entdecken, sagt Jens Herzog vom Forstamt Trier.

"Die Fichte wird von Borkenkäfern befallen und die Borkenkäfer neigen zu Massenvermehrungen. Und um diese zu verhindern, müssen wir so schnell wie möglich die Befallsherde, also die Bäume, die frisch befallen sind, aus dem Wald entfernen, um diese Massenvermehrung zu verhindern."

Jens Herzog, Forstamt Trier

Der heiße und trockene Sommer und auch die jetzige Hitzeperiode stresst die Fichten besonders und macht sie anfällig für den Borkenkäfer. Der gräbt sich zwischen Rinde und stammt und zerstört so den Saftstrom des Baumes. Deshalb müssen die Bäume auch mehrfach kontrolliert werden.

Auch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald kontrollieren die Ranger regelmäßig die Fichtenwälder nach einem Borkenkäferbefall. Mehr dazu im Audio.

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