Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Bitburg könnte ein Lager für PFT-belastetes Erdreich entstehen. (Foto: SWR)

PFC-belastete Flächen Sanierung des Flugplatzes Bitburg könnte Vorbild werden

Die Sanierung der PFC belasteten Böden und Gewässer am Flugplatz Bitburg soll Vorbild für andere Gelände in Rheinland-Pfalz werden. Jedoch wird der Flugplatz nach einer Sanierung nicht schadstofffrei sein.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Ein Vertreter der Wasserschutzbehörde SGD Nord sagte am Donnerstag bei einer öffentlichen Ratssitzung in Bitburg, am dortigen Flugplatz sei man mit der Reinigung eines Geländes von perfluorierten Chemikalien (PFC) landesweit am Weitesten. Vor allem die Start- und Landebahn sowie die Feuerlösch-Übungsbecken seien sehr stark mit den Giftstoffen belastet. Die verseuchten Böden sollen nach dem bisherigen Plan in einem gesicherten Bauwerk auf dem Flugplatzgelände gelagert werden. Es handle sich um etwa 80.000 Kubikmeter.

Auch nach einer Sanierung des Flugplatzes Bitburg werde das Gelände jedoch nicht schadstofffrei sein. Das sagte der Leiter der Abteilung Wasserschutz der SGD Nord bei der Sitzung der Kommunen im Eifelkreis zur Belastung mit PFC. Oberste Priorität habe der Schutz des Trinkwassers.

PFC-Infositzung in der Stadthalle Bitburg

In der Ratssitzung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der Stadt Bitburg und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land stand im Mittelpunkt, wie mit Giftstoffen verunreinigte Flächen saniert werden können, damit sich dort Gewerbe ansiedeln kann. Bei der Sanierung des Geländes ginge es darum, was technisch und finanziell machbar sei. Die Wasserschutzbehörde SGD Nord informierte über die Messwerte, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben stellte den aktuellen Stand eines Sanierungskonzeptes vor.

Antwort auf Bürgerfragen zu PFC

Auch die Fragen von Anwohnern wurden beantwortet. Ihnen ging es vor allem um die Qualität des Trinkwassers. Die Behördenvertreter sagten, die Brunnen in der Umgebung würden regelmäßig untersucht. Die Richtlinien der EU zu PFC seien strenger geworden. Ein Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sagte, am Flugplatz Bitburg seien 200 Hektar noch nicht vermarktet. Das sei derzeit wegen der PFC-Belastung nicht möglich.

Die PFC-Stoffe waren in den Löschschäumen enthalten, die das amerikanische Militär jahrzehntelang genutzt hat. Die Stoffe, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, gelangten in den Boden und in Gewässer.

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