Der Trierer Dom (Foto: SWR)

Trotz teils massiver Kritik Bistum Trier hält an XXL-Pfarreien fest

Das Bistum Trier hält trotz teils massiver Kritik aus den Pfarreien an der Bistumsreform fest. Der Generalvikar teilte am Wochenende auf einer Pressekonferenz mit, dass Pfarreien wie geplant zusammengelegt würden.

Das Bistum Trier sei weder bereit, an der Größe der Pfarreien etwas zu ändern, noch an den geplanten Strukturen, sagte der Generalvikar Ulrich von Plettenberg. Innerhalb dieser neuen Strukturen sollen die Aufgabengebiete neu zugeteilt werden. Auch am geplanten Start der XXL-Pfarreien am 1. Januar 2020 wird sich nichts mehr ändern. Zudem kündigte der Generalvikar an, die Gläubigen besser über die geplanten Schritte der Bistumsreform zu informieren. Damit reagiert das Bistum auf die Kritik, die Reform sei nicht ausreichend transparent.

XXL-Pfarreien negativ beurteilt

Die geplante Neugliederung der Pfarrgemeinden im Bistum Trier wird mehrheitlich negativ bewertet. Das Bistum hat am Freitag die Ergebnisse einer Befragung von Gremien zur Pfarreienreform veröffentlicht. 37 Prozent sehen die Reform demnach sehr oder eher negativ, 32 Prozent sehr oder eher positiv. 31 Prozent äußerten sich neutral. Äußern konnten sich unter anderem Pfarr- und Kirchengemeinderäte, Verwaltungsräte und Pfarrer.

Dauer

Gremien: Pfarreien zu groß

An inhaltlicher Kritik wurde laut Bistum geäußert, dass die neuen Pfarreien zu groß seien und sich die Seelsorge von der Basis entferne. Außerdem seien die An- und Abfahrtswege für Gottesdienste zu lang. Unklar sei auch, wie die Arbeit von Ehrenamtlichen künftig aussehen solle.

Nach den Plänen des Bistums sollen die bestehenden 887 kleinen Pfarreien bis zum Jahr 2022 zu 35 Großpfarreien zusammengelegt werden.

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