Papst Franziskus beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikandpa  (Foto: dpa Bildfunk)

Reaktionen auf Anti-Missbrauchsgipfel in Rom Opfer-Initiative im Bistum Trier enttäuscht

Die Initiative von Opfern sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier (MissBiT) ist unzufrieden mit den Ergebnissen des Gipfels und nannte die Veranstaltung eine Inszenierung der Männerkirche.

Papst Franziskus hatte am Sonntagabend die Leitlinien vorgestellt, durch die sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche in Zukunft verhindert werden soll. Jutta Lehnert, Mitglied der Opferinitiative MisBiT, nannte den viertägigen Anti-Missbrauchsgipfel eine Inszenierung der Männerkirche. Zudem hätten sich die Kirchenvertreter ihrer eigenen Verantwortung für das Geschehene nicht gestellt, so der Vorwurf von Lehnert.

Missbrauchsfälle als Straftat verfolgen

Die Absichtserklärungen, etwas verändern zu wollen, habe man schon oft gehört. Es habe sich jedoch nichts geändert. Lehnert forderte, Missbrauchsfälle als Straftat zu ahnden. Täter und Vertuscher sollten Verantwortung übernehmen. Außerdem solle die Kirche die Missbrauchsopfer in die Aufarbeitung miteinbeziehen.

Externe Ansprechpersonen

Die Initiative MissBiT fordere zudem kirchenunabhängige Stellen, an die Missbrauchsopfer sich wenden können, so Lehnert. Der Trierer Bischof Ackermann bezeichnete den Gipfel hingegen als Markstein in der Bekämpfung von sexueller Gewalt.

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