Bildmontage: Mann hält einen Reisepass mit Aufschrift Deutsches Reich und ein Cannabisblatt (Foto: dpa Bildfunk, Montage: SWR)

Prozess vor dem Amtsgericht Bitburg Keine Reichsbürger, aber Drogendealer

Ein Mann und eine Frau sind vom Amtsgericht Bitburg wegen mehrerer Delikte verurteilt worden. Der Verdacht, dass sie den sogenannten Reichsbürgern angehören könnten, wurde aber nicht bestätigt.

Der Mann erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Telefon des 40-Jährigen überwacht worden. Dabei habe sich der Verdacht ergeben, dass er mit Drogen handeln könnte. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei tatsächlich etwas: Rund 140 Gramm Cannabisblüten stellten die Beamten sicher.

Frau versuchte, Cannabis verschwinden zu lassen

Die Frau muss 1.800 Euro Geldstrafe bezahlen. Sie wurde wegen versuchter Strafvereitelung und eines tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten verurteilt. Sie hatte versucht, das Marihuana aus dem Fenster zu schütten, als die Polizei in die Wohnung kam.

Reichsbürgerverdacht nicht bestätigt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte es Hinweise gegeben, dass die beiden Angeklagten aus der Verbandsgemeinde Speicher der sogenannten Reichsbürgerbewegung angehören könnten. Der Verdacht bestätigte sich laut Gericht im Prozess nicht.

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