Ein Schild mit der Aufschrift Bistum Trier (Foto: SWR)

Pfarreienreform im Bistum Trier Bistum Trier schweigt zur Klage

Das Bistum Trier will sich vorerst nicht zu der Klage der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" gegen die Neuordnung der Pfarreien äußern. Eine Sprecherin sagte dem SWR am Mittwoch, das Bistum kenne den genauen Inhalt der Beschwerde nicht. Es habe von der Einreichung der Klage aus der Presse erfahren.

Welche Auswirkungen die Klage habe, sei derzeit nicht abzusehen. Das Bistum erwarte eine Rückmeldung aus Rom. Die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" hat eine Klage gegen die Pfarreienreform beim sogenannten "Päpstlichen Rat für Gesetzestexte" im Vatikan eingereicht. Wann der Vatikan sich zu der Sache äußert, ist unklar. Experten für Kirchenrecht rechnen nicht mit einer schnellen Entscheidung aus Rom.

Dass Laien eine Klage vor dem "Päpstlichen Rat für Gesetzestexte" einreichen, komme eher selten vor. Rom werde sich nicht unter Druck setzen lassen, so Experten. Die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" will verhindern, dass das Bistum Trier bis zum Jahr 2021 die derzeit fast 900 Pfarreien zu 35 Großpfarreien zusammenlegt. Die Kritiker befürchten, dass es dann kein Kirchenleben in den Gemeinden mehr gibt und dass sich immer weniger Menschen in der Kirche engagieren. Die ersten 15 Großpfarreien werden laut Bistum bereits zum 1. Januar kommenden Jahres an den Start gehen.

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