Die Glasvitrine des Trierer Golschatzes ist zerstört (Foto: SWR, Martin Schmitt)

Nach Einbruch ins Rheinische Landesmuseum Trierer Goldschatz erst nächstes Jahr wieder zu sehen

Der Goldschatz des Rheinischen Landesmuseums Trier wird wegen eines Einbruchs erst nächstes Jahr wieder zu sehen sein. Unbekannte Täter hatten dabei die Vitrine zerstört.

Die Polizei hat inzwischen mitgeteilt, dass sie bei der Fahndung nach den Tätern vier konkreten Hinweisen nachgeht. Die Hinweise gingen ein, nachdem die Polizei mit Fotos und einem kurzen Video der Überwachungskamera des Museums öffentlich gefahndet hat. Darauf sieht man die beiden mutmaßlichen Täter, beide in Sportkleidung und mit Sturmhauben auf dem Kopf.

Goldschatz nicht geraubt

Die Täter waren nach Angaben der Polizei vergangene Woche über ein Fenster in das Museum eingebrochen. Trotz brachialer Gewalt sei es ihnen aber nicht gelungen, im Münzkabinett den Glaskubus über dem Schatz zu öffnen.

Täter lassen Werkzeug zurück und flüchten ohne Beute

Über das zurückgelassene Werkzeug könnte es eine Spur zu den Tätern geben. Es handelt sich um ein 40 Zentimeter langes, rot lackiertes Brecheisen der Firma Rennsteig, zwei Schraubenzieher der Marke Skandia, zwei Vorschlaghämmer der Marke Gamma. Den Goldschatz wollten die Einbrecher mit zwei schwarzen Sporttaschen der Marken Nike und Sportcity abtransportieren, auch die ließen sie zurück.

Münzkabinett wird repariert

Museumsdirektor Marcus Reuter sagte, es würden neue Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das dauere etwa drei Monate. Man investiere einen sechsstelligen Betrag, um den Schatz mit einer neuen Sicherheitstür und Panzervitrine noch besser zu schützen. Die Räume der Dauerausstellung seien indes weiter für die Besucher geöffnet.

Römischer Goldschatz wiegt mehr als 18 Kilogramm

Der Trierer Goldschatz, auf den sie es abgesehen hatten, umfasst gut 2600 Münzen aus purem Gold. Er ist laut Museum der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit und das wichtigste Exponat in der Dauerausstellung. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.

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