Mehrere schwarz-weiß gefleckte Kühe stehen unter bewölktem Himmel auf einer Wiese (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Oliver Berg)

Milchbauern in Not Immer mehr Milchviehbetriebe in der Region Trier geben auf

Wegen der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt gibt es in der Region immer weniger Milchviehhalter. In den vergangenen zehn Jahren gaben nach Angaben des Bauern- und Winzerverbandes gut ein Drittel der Betriebe auf.

Im 20-Jahres-Vergleich habe sich die Zahl der Betriebe sogar halbiert, so der Verband. Hauptgrund seien niedrige Milchpreise: Diese liegen aktuell zwischen 32 und 33 Cent. Die Betriebe bräuchten aber bis zu 40 Cent je Liter, um Investitionen tätigen oder Kredite tilgen zu können.

Wegen des trockenen Wetters konnten dieses Jahr außerdem kaum Futterreserven angelegt werden, sodass einige Betriebe Futter zukaufen müssten. Die Futtermittelpreise seien wegen der Trockenheit im vergangenen und diesem Jahr entsprechend hoch.

Immer mehr Milchbauern geben auf

Der Bauernverband rechnet damit, dass der Trend anhält und in Zukunft weitere Milchbauern ihre Betriebe schließen. Demnach dürfte in den kommenden zehn Jahren ein weiteres Drittel der Betriebe verschwunden sein.

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