Rauschgiftkriminalität in Trier - Hunderte Verfahren wurden in die Wege geleitet (Archivbild) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Mehr als 200 Verfahren eingeleitet Trierer Polizei-Offensive gegen Rauschgiftkriminalität

Mit gezielten Einsätzen gegen Rauschgiftkriminalität hat die Trierer Polizei Hunderte Verfahren auf den Weg gebracht. Alleine bei einem Großeinsatz am Dienstag wurden sieben Haftbefehle vollstreckt.

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Bei der Aktion sei mit einem starken Kräfteaufgebot eine großangelegte Kontrolle im Palastgarten und im Bereich des Hauptbahnhofs durchgeführt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Für etwa zwei Stunden hätten Einsatzkräfte den Palastgarten teilweise abgeriegelt und dort 29 Menschen kontrolliert. Im Bereich des Trierer Hauptbahnhofs seien 22 Verdächtige überprüft worden.

Gegen sieben Personen seien Haftbefehle vollstreckt worden. Zudem seien sechs Wohnungen durchsucht und illegale Drogen sichergestellt worden. Im Rahmen der Kontrollen am Bahnhof wurden laut Polizei auch eine vermisste 15-Jährige entdeckt und zwei gestohlene Fahrräder sichergestellt.

Polizei-Offensive gegen Rauschgiftkriminalität im Trierer Palastgarten (Foto: Polizei Trier)
Polizei-Offensive gegen Rauschgiftkriminalität im Trierer Palastgarten Polizei Trier

Monatelange Ermittlungen

Dem Einsatz vom Dienstag seien monatelange intensive Ermittlungen vorausgegangen, hieß es. Insgesamt seien bei gezielten Schwerpunkteinsätzen in dem Gebiet seit dem 20. Mai mehr als 200 Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz auf den Weg gebracht worden. Gegen 15 mutmaßliche Dealer habe das Amtsgericht Trier Haftbefehle erlassen, vier davon seien bereits vor dem Einsatz am Dienstag vollstreckt worden.

In den meisten Fällen bezögen sich die Verfahren jedoch auf Menschen, die sich durch Kauf und Besitz von Drogen strafbar gemacht hätten. Unter den mutmaßlichen Käufern befänden sich "auffallend viele Minderjährige und Heranwachsende", hieß es.

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