Mehrere LKW auf einer Straße (Foto: SWR)

Lkw-Demo in Trier Trierer Schrotthändler fürchten um ihre Existenz

In Trier haben am Freitag die Schrotthändler demonstriert. Rund 70 Lkw rollten durch die Innenstadt. Der Grund: Die Schrotthändler dürfen keine Elektrogeräte mehr einsammeln.

Die Schonfrist ist vorbei. Seit dem 1. Januar dieses Jahres dürfen die Schrotthändler keine Elektrogeräte wie Kühlschränke, Toaster mehr abholen oder am Straßenrand einsammeln. Hintergrund ist ein Gesetz aus dem Jahr 2005. Das besagt, dass Altgeräte aus Privathaushalten nur noch von den öffentlich-rechtlichen Entsorgern abgenommen werden dürfen. In der Region Trier ist das der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier, kurz A.R.T. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass giftige Rückstände fachgerecht entsorgt werden.

Bislang wurde das Einsammeln von Elektroschrott geduldet. Jetzt seien die Kontrollen verstärkt worden, sagte ein Trierer Schrotthändler bei dem Protestkonvoi am Freitag. Für viele der rund 600 Schrotthändler aus der Region Trier bedeutet das Verbot, dass sie mit deutlichen Umsatzeinbußen rechnen müssen. Nach ihren eigenen Angaben fallen damit rund 70 Prozent ihrer Einnahmen weg.

Dauer

Der A.R.T hat in der Region Trier mehrere Annahmestellen für alte Elektrogeräte eingerichtet. In Trier, Mertesdorf, Rittersdorf, Sehlem und Walsdorf können Elektrogeräte aus Privathaushalten kostenlos abgegeben werden. Wer seine Altgeräte nicht selbst bei einer der Sammelstellen abgeben möchte, kann nach wie vor den Abholdienst der A.R.T. bestellen. Das kostet dann allerdings 20 Euro. Außerdem gilt seit Jahresanfang eine Rücknahmepflicht für den Elektrohandel.

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