Kampjet vom Typ F-15 (Foto: dpa Bildfunk, dpa)

Kerosin über der Eifel abgelassen US-Militärjet hatte technischen Defekt

Ein US-Kampfjet hat über der Eifel rund 3.600 Kilogramm Kerosin in der Luft abgelassen. Grund war ein technischer Defekt. Der Flug war Teil einer geheimen Nato-Übung.

Das Luftfahrtamt der Bundeswehr teilte am Dienstag mit, der Pilot des amerikanischen Kampfjets vom Typ F-15 habe wegen des Defektes die vorgeschriebenen Verfahren eingeleitet, zu denen auch ein Treibstoffablass gehöre.

Der Vorfall hatte sich am vergangenen Freitag rund 28 Kilometer nördlich von Büchel ereignet, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) im hessischen Langen am Montag bestätigt hatte. Zuvor hatte die Zeitung "Trierischer Volksfreund" darüber berichtet. Zu Kerosinablässen - dem "Fuel Dumping" - kommt es in der Regel in Notlagen, damit Flugzeuge mit weniger Gewicht landen können.

Das Ablassen des Treibstoffs verteilte sich der DFS zufolge auf ein Gebiet mit einem Radius von rund 37 Kilometern. Die Maschine sei auf dem Fliegerhorst Büchel (Kreis Cochem-Zell) gestartet und auch dorthin zurückgekehrt.

Der Vorfall findet sich auch in der Liste sogenannter Fuel Dumping-Ereignisse auf der Internetseite des Luftfahrtbundesamtes. Als Region wird hier das "westliche Rheinland-Pfalz" genannt.

Absturz einer F-16 bei Zemmer

Vor knapp zwei Wochen war nördlich von Trier ein US-Kampfjet vom Typ F-16, der vom US-Flugplatz Spangdahlem gestartet war, nahe der Ortschaft Zemmer im Landkreis Trier-Saarburg in ein Waldstück gestürzt. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar. In Spangdahlem war daraufhin der Flugbetrieb mehrere Tage ausgesetzt worden.

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