Ein schwarz-weiß Bild von den Folgen der Explosion am Kalvarienberg (Foto: SWR)

Kalvarienberg in Prüm 70 Jahre nach der Explosion

Prüm erinnert am Montag mit einer Gedenkveranstaltung an die Explosionskatastrophe auf dem Kalvarienberg vor 70 Jahren. Am 15. Juli 1949 waren in einem Bunker der französischen Besatzungsmacht 500 Tonnen Sprengstoff explodiert.

Zwölf Menschen starben bei der Explosion. Viele wurden zum Teil schwer verletzt. Die Stadt Prüm wurde nur wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg erneut stark getroffen. Ganze Straßenzüge waren zerstört. Noch im Umkreis von 10 Kilometern zerbarsten durch den enormen Druck der Explosion Fenster.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

1.000 Menschen ohne Dach über dem Kopf

Die Wasserversorgung brach zusammen. Das Krankenhaus, die Post und zahlreiche Wohnhäuser lagen in Trümmern. Fast 1.000 Menschen wurden obdachlos. Vom Bunker und dem Kalvarienberg blieb nichts übrig. Dort sah es aus wie in einer Mondlandschaft.

Unglücksursache bis heute unklar

Zeitzeugen berichteten, dass Sicherheitskräfte noch Schlimmeres verhindert hätten. Sie hatten die Einwohner frühzeitig gewarnt und aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Wieso es zu dem Unglück kam, ist bis heute nicht geklärt. Die Menschen in Prüm brauchten mehrere Jahre, um ihre Häuser erneut aufzubauen.

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