Mehrere ausgebrannte Busse (Foto: Agentur Siko)

Prozess wegen Brandstiftung in Bitburg Angeklagter bestreitet, Busse angezündet zu haben

Ein 19-jähriger Mann muss sich seit Montag vor dem Bitburger Amtsgericht verantworten. Er soll während seines Sommerurlaubs in der Eifel mehrere Busse angezündet haben.

Der Angeklagte gab an, nicht zu wissen, wer die Busse in Brand gesteckt habe. Der Niederländer sagte vor Gericht aus, dass sein Freund ein Lagerfeuer machen wollte. Deshalb seien beide in der Tatnacht auf der Suche nach brennbaren Materialien gewesen. Später habe er deshalb in einem Bus testen wollen, ob das dort gefundene Verbandsmaterial brenne.

Als es sich nicht entzünden ließ, habe er den Bus wieder verlassen. Als er wenig später in einem anderen Bus Musik gehört habe, habe er bemerkt, dass in der Nähe ein Bus brennt. Dass er dafür verantwortlich sei, bestreitet er.

Alkohol im Spiel?

Der Niederländer hatte im Sommer vergangenen Jahres mit seinen Eltern Urlaub in der Eifel gemacht. Laut Anklage erkundete der 19-Jährige zusammen mit einem Freund die Umgebung eines Campingplatzes. Dabei sollen die beiden auf einem Busbahnhof in Prüm 30 abgestellte Busse entdeckt und darin Alkohol getrunken haben.

Ausgebrannte Busse in einem Busdepot (Foto: Agentur Siko)
Im Prozess geht es um ein Feuer in einem Busdepot in Prüm. Insgesamt sollen sechs Busse ausgebrannt sein. Agentur Siko

Zündeln endet mit 250.000 Euro Schaden

Der Angeklagte soll dann Papiere auf dem Fahrersitz von einem der Busse angezündet haben. In einem anderen Fahrzeug habe er Verbandsmaterial in Brand gesteckt. Das Feuer griff laut Staatsanwaltschaft auf mehrere Busse über. Insgesamt sollen sechs Busse ausgebrannt sein. Nach Angaben des Gerichts entstand ein Schaden von rund 250.000 Euro.

Verfahren gegen Freund eingestellt

Der Begleiter des Angeklagten hatte bestritten, beim Ausbruch des Feuers auf dem Gelände gewesen zu sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ließen sich seine Aussagen nicht widerlegen. Auch der Angeklagte bestritt, den Brand gelegt zu haben. Die Ermittlungen hätten aber Erkenntnisse zu Tage gefördert, die ihn belasteten, so die Anklage.

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