WhatsApp-Logo (Foto: SWR)

Verbreitung von Kinderpornografie Mehr als 50 Tatverdächtige in der Region Trier

Im Zuge der Ermittlungen gegen mehr als 50 Tatverdächtige aus der Region Trier wegen des Besitzes eines Kinderporno-Videos gibt es neue Details. Opfer soll eine Zwölfjährige aus der Region sein.

Laut Staatsanwaltschaft zeigt das Video sexuelle Handlungen mit einem 12-jährigen Mädchen. Das Mädchen komme aus der Region Trier. Das Video soll über eine Gruppe im Handy-Nachrichtendienst WhatsApp verschickt worden sein.

Die Tatverdächtigen sind laut Staatsanwaltschaft meist Jugendliche und Heranwachsende. Sie sind Teil einer Gruppe im Handynachrichtendienst WhatsApp. In dieser Gruppe soll das Video mit kinderpornografischem Inhalt an die Mitglieder verschickt worden sein. Ein Mitglied habe sich bei der Polizei gemeldet und die Ermittlungen ins Rollen gebracht.

Ermittlungen in ganz Deutschland

Zu der WhatsApp-Gruppe gehören nach Angaben der Staatsanwaltschaft deutschlandweit insgesamt 214 Mitglieder. Daher werde bundesweit ermittelt. Die Polizei hatte am vergangenen Samstag in der gesamten Region Trier 47 Wohnungen durchsucht. Die Smartphones der Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt. Computerfachleute der Polizei werten die Handys derzeit aus.

Polizei warnt vor WhatsApp und Co.

Die Polizei warnt vor den Gefahren im Umgang mit Messenger-Diensten. Wenn über Chat-Gruppen Kommentare, Bilder und Videos mit strafrechtlicher Relevanz verschickt würden, könne man als Teilnehmer selbst als "Besitzer" oder "Verbreiter" gelten. Dies ziehe ein entsprechendes Ermittlungsverfahren nach sich.

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