Zwei Frauen sitzen gemeinsam an einem Tisch (Foto: SWR, Jan Boris Rätz)

Integrationshilfe Weniger Fördermittel für Ehrenämtler

Der Sozialdienst katholischer Frauen SKF in Trier protestiert gegen eine Kürzung bei Bundesmitteln für ehrenamtliches Engagement. Es geht um das Patenschaftsprojekt "Menschen stärken Menschen".

Dafür hat das Bundesfamilienministerium im nächsten Jahr nur noch die Hälfte der derzeit 18 Millionen Euro vorgesehen. Mit Mitteln aus dem Topf unterstützt der SKF seine "Alltagslotsen".

Geld wird dringend benötigt

Diese Ehrenamtlichen setzen sich für Frauen und Familien ein, die Hilfe beispielsweise bei Behörden, beim Deutsch lernen oder der Kinderbetreuung benötigen. Die finanzielle Unterstützung des Bundes ist für den SKF extrem wichtig, sagt Regina Bergmann vom Sozialdienst katholischer Frauen:

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

"Mit diesen Mitteln wird bei uns eine halbe Stelle finanziert. Das ist eine hauptamtliche Mitarbeiterin, die die Paten und die Hilfebedürftigen Menschen zusammenbringt, die die Bedarfe erfasst, die das sehr qualifiziert begleitet und dafür sorgt, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter immer einen Ansprechpartner haben, auch wenn es in den betreuten Familien mal schwierig wird".

Projekt "Alltagslotsen" in Gefahr

Wenn die Bundesmittel für ehrenamtliches Engagement gekürzt würden, könne das Projekt in Trier nicht mehr gestemmt werden, so Bergmann. Das Bundesfamilienministerium dagegen sagt, Geld sei nur begrenzt da, man müsse zwischen Förderprogrammen abwägen.

Der SKF hat nun Bundestagsabgeordnete aus der Region gebeten, sich für mehr Geld einzusetzen. Noch laufen die Haushaltsverhandlungen.

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