Das Zeller Krankenhaus kann weiter bestehen (Foto: SWR, Andreas Adam)

Insolventes Klinikum Träger des Klinikums in Zell ViaSalus kann wieder Gehälter zahlen

Die Mitarbeiter des Klinikums Mittelmosel in Zell können ihr Gehalt demnächst wieder von der angeschlagenen Trägergesellschaft ViaSalus bekommen. Wie es in Zukunft mit dem Krankenhaus weitergeht, muss noch geklärt werden.

Seit dem Insolvenzantrag im Januar wurde den Beschäftigten für maximal drei Monate Insolvenzgeld gezahlt. Demnächst könne ViaSalus dann wieder selbst für die Gehälter aufkommen, sagte ein Sprecher. Für die Zukunft setze man in Zell auf eine Fokussierung des Leistungsspektrums und ein stärkeres ambulantes Angebot. Chirurgie, Innere Abteilung und Notfallversorgung sollten aber erhalten bleiben. Diese Eckdaten habe man den Mitarbeitern vorgestellt. Allerdings muss dieses Konzept noch mit einem möglichen Käufer oder Investor abgestimmt werden. Der wurde noch nicht gefunden.

Erste Gespräche zwischen Mitarbeitern und Geschäftsleitung

Mitarbeiter und Geschäftsleitung der insolventen Katharina Kasper ViaSalus GmbH haben am Mittwoch besprochen, wie es weiter geht. Es waren die ersten Gespräche der Mitarbeitervertretung des Mittelmoselklinikums mit der Geschäftsleitung des insolventen Krankenhaues. Doch konkrete Termine für Verhandlungen eines Sozialplans gibt es nach Auskunft der Mitarbeitervertretung noch nicht.

Land sagt finanzielle Unterstützung zu

Ein Sprecher der Geschäftsleitung sagte, derzeit prüften Kaufinteressenten die Daten. Bis Mitte April können sie konkrete Angebote zum Kauf machen. Mit den besten Bietern soll dann verhandelt werden. Anfang der Woche hatte die Geschäftsleitung des Trägers ein Treffen mit Vertretern des Gesundheitsministeriums und der Krankenkassen in Mainz. Beide haben finanzielle Unterstützung zugesagt. Doch ob und in welchem Umfang das möglich ist, darüber kann erst gesprochen werden, wenn konkrete Pläne für das Krankenhaus vorliegen.

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