Mähdrescher im Hanffeld (Foto: SWR, Sebastian Grauer)

Nutzhanf wird immer beliebter Im Hunsrück hat die Hanfernte begonnen

In der Region Trier wird der Hanfanbau immer beliebter: Sieben Landwirte bauen derzeit auf 40 Hektar Land Nutzhanf an. Bei der Vermarktung der vielseitigen Pflanze hilft den Bauern eine Genossenschaft.

Ein Mähdrescher rollt über ein Hanffeld, das die Größe von eineinhalb Fußballfeldern hat, mitten im Hunsrück, zwischen Stipshausen und Rhaunen. Es riecht süßlich. Direkt daneben steht Landwirtin Anke Gerhard. Sie hat zum ersten Mal Hanf angebaut und schaut sich jetzt an, wie der geerntet wird: "Das ist für uns ganz spannend, weil wir überhaupt nicht wissen, ob es funktioniert."

Markt für Hanfprodukte wächst

Dauer

Anke Gerhardt ist sich sicher, dass sich mit dem Hanf in Zukunft auf ökologische Weise Geld verdienen lässt, beispielsweise mit Hanf-Öl: "Ich kann sagen, dass das mittlerweile wachsenden Zuspruch findet. Das merke ich auch im Hofladen."

In der Region gibt es 40 Hektar Hanffläche

Neben den Ölen werden bei den Kunden auch andere Produkte wie Hanf-Proteine, Hanf-Tierfutter oder Hanfmehl immer beliebter. Diese Produkte werden von der Genossenschaft Hanf Kampagne vermarktet. Sieben Landwirte aus dem Hunsrück und der Eifel haben sich ihr bereits angeschlossen. Diese haben auf Flächen von etwa 40 Hektar Hanf angepflanzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft, Gunther Glöckner, ist froh mit dieser Entwicklung. Und darüber, dass die Kunden die Produkte kaufen: "Hanf ist im Augenblick ein ganz großes Thema. Hanf ist unheimlich vielseitig, hat eine positive Klimabilanz. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit."

Genossenschaft beteiligt Landwirte

An den Gewinnen der Genossenschaft sollen die Landwirte beteiligt und somit die ökologische Landwirtschaft gefördert werden. Diese Idee findet die Landwirtin Anke Gerhardt gut: "Wir sind jetzt gespannt, was dabei rauskommt."

STAND