Ostermarsch in Büchel (Foto: SWR)

Demonstrationen in Büchel und in Mainz Hunderte Teilnehmer bei Ostermärschen in Rheinland-Pfalz

Zu den traditionellen Ostermärschen sind in Rheinland-Pfalz Hunderte Menschen friedlich auf die Straßen gegangen. Sie demonstrierten unter anderem am Fliegerhorst Büchel.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Rund 400 Menschen haben am Ostermontag vor dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (Landkreis Cochem-Zell) für Frieden und für Abrüstung demonstriert. In Mainz gingen nach Angaben der Polizei etwa 300 Teilnehmer unter dem Motto "Nein zum Krieg - abrüsten statt aufrüsten" auf die Straße.

Polizei: "Total friedliche Leute"

"Das sind alles total friedliche Leute", sagte ein Polizeisprecher zu der Protestaktion in Büchel. Bisher habe es in keinem Jahr Schwierigkeiten gegeben. Nach Expertenschätzung sind noch etwa 20 US-Atombomben auf dem Fliegerhorst stationiert. Im Ernstfall sollen sie von deutschen "Tornado"-Kampfjets abgeworfen werden.

Die Wurzeln der Ostermarschbewegung liegen im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hat die Tradition Ende der 1950er Jahre in Großbritannien. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1.000 Menschen. 1968 und 1983 erlebten die Ostermärsche hierzulande ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den Jahren danach verlor die Bewegung an Zulauf.

Die Ostermärsche wurden organisiert vom Netzwerk Friedenskooperative. Die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung begannen am Karfreitag mit den traditionellen Ostermärschen, mit Demonstrationen, Kundgebungen und Friedensgottesdiensten.

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