Riesling-Weinlese in Mülheim an der Mosel. (Foto: SWR, Antje Neufing)

Geringere Menge - gute Qualität Moselwinzer ziehen nach Ernte gemischte Bilanz

Niedrigere Menge, aber sehr gute Qualität: So fällt nach Einschätzung des Vereins Moselwein die diesjährige Ernte an der Mosel aus.

Winzer an Mosel, Saar und Ruwer haben dieses Jahr etwa ein Viertel weniger Trauben geerntet als im Vorjahr. Wie der Verein Moselwein e.v. am Freitag in Wiltingen mitteilte, sorgte das Wetter dafür, dass die Erntemenge in diesem Jahr kleiner ausgefallen ist als 2018. Dazu gehörten vor allem Frost und Hagel im Frühjahr sowie langanhaltende Trockenheit im Sommer. Die geschätzte Erntemenge liege bei fast 694.000 Hektolitern. Dies seien acht Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Pressekonferenz des Vereins Moselwein in Wiltingen an der Saar 2019. (Foto: SWR, Sebastian Grauer)
Pressekonferenz des Vereins Moselwein in Wiltingen an der Saar 2019. Sebastian Grauer

Weniger Wein in den Fässern

Die Qualität der geernteten Trauben sei dagegen sehr gut. Die Mostgewichte hätten bei Messungen Ende September fast auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. Nach Angaben des Weinbauverbands ist es insgesamt ein "fordernder Weinjahrgang mit vielen Wetterkapriolen" gewesen. Die meisten Winzerbetriebe hätten die Traubenlese in den vergangenen Tagen beendet. Im Anbaugebiet Mosel werden rund 8800 Hektar Rebfläche von 3000 Betrieben bewirtschaftet. Die dominierende Rebsorte ist Riesling.

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