Feuerwehrleute stehen auf einer Brücke über die Prüm, die nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten ist (Foto: picture-alliance / dpa)

Nach den Unwettern wird aufgeräumt Gröbste Schäden sind beseitigt

Durchschnaufen im Kreis Trier-Saarburg und im Eifelkreis Bitburg-Prüm: Die Gefahr von Hochwasser ist nicht mehr akut. Die Flusspegel sind rückläufig. Jetzt muss aufgeräumt werden.

Beide Kreise nahmen am Samstag die zweithöchste Alarmstufe zurück; statt 4 galt Stufe 2. Damit sind die Verbandsgemeinden nun wieder für die Einsatzleitung zuständig und nicht die Kreisverwaltungen. Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz in den Orten würden aber aufrecht erhalten. Nach SWR-Informationen wurden etwa 200 Tonnen Sand in rund 20.000 Sandsäcke verfüllt.

Im Stausee Biersdorf war am Samstag noch immer zu viel Wasser. Deshalb werde weiter kontrolliert Wasser in die Prüm abgelassen, sagte ein Einsatzleiter - allerdings deutlich weniger. Ein großes Problem war das Treibgut. Holz, das die Flüsse mitgerissen hatten und das sich hauptsächlich am Stausee wie eine Wand auftürmte. Ein Bagger wurde eingesetzt, um das Holz aus dem Stausee zu fischen.

Einsatzkräft schauen von einer Brücke auf das Hochwasser im Stausee Biersdorf (Foto: SWR)
Einsatzkräft schauen von einer Brücke auf das Hochwasser im Stausee Biersdorf

Der Moselpegel lag in Trier rund 80 Zentimeter unter dem Höchstwert von 5,31 Metern am Vortag, wie das Hochwassermeldezentrum in Trier mitteilte. Am Sonntag meldete das Lagezentrum des Innenministeriums in Mainz, die Hochwasser-Lage in Rheinland-Pfalz habe sich weiter entspannt. Die Wasserstände an den Flüssen gingen überwiegend zurück. "Mit Blick auf die Wettervorhersage rechnen wir aktuell auch nicht mit größeren Veränderungen", sagte eine Sprecherin des Lagezentrums. Gleichwohl blieben die Einsatzkräfte in Bereitschaft.

Anwohner über Lautsprecherdurchsagen gewarnt

Auch an der Sauer sind die Wasserstände leicht zurückgegangen. In der Nacht zum Samstag, so ein Sprecher, habe es keine größeren Einsätze gegeben. Der Katastrophenschutz im Bereich Bitburg-Prüm und auch im Kreis Trier-Saarburg beobachtet die Lage weiterhin. Die Feuerwehr hatte die Bevölkerung am Freitag mit Lautsprecherdurchsagen informiert und vorgewarnt.

Betroffen waren unter anderem die Ortschaften Hermesdorf, Peffingen, Schankweiler und Holstum. Die Anwohner unterhalb des Stausees waren aufgefordert worden, die Pegelstände zu beobachten und gegebenenfalls ihre Häuser zu verlassen.

Campingplätze geräumt

Bei Minden mündet die Prüm in die Sauer. Von da aus sauerabwärts war daher auch mit erhöhten Wasserständen zu rechnen. Vorsorglich wurde daher am Zusammenfluss von Sauer und Mosel am Freitag der Hochwasserschutz in Oberbillig aufgebaut. Zudem wurden die Campingplätze an der Sauer geräumt, so ein Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

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