Ein Feldhase sitzt auf einer Wiese. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Gefährdete Tierart Zahl der Feldhasen in der Region Trier stabil

Vor 50 Jahren gab es noch bis zu zehnmal mehr Feldhasen in Deutschland als heute. In der Region Trier hat sich der Bestand der Tiere aber stabilisiert.

Der Feldhase gehört zu den bekanntesten und volkstümlichsten Tieren in unseren Breitengraden. Aus alten Mythen und Fabeln ist er bekannt. In der Realität kämpft er ums Überleben. Seit einigen Jahren stuft die Rote Liste der gefährdeter Arten den Feldhasen bundesweit als "gefährdet" ein.

Rheinland-Pflaz über dem Durchschnitt

In der Region Trier ist die Zahl der Feldhasen im vergangenen Jahr stabil geblieben. Das hat der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz jetzt mitgeteilt. Grund dafür war vor allem das trockene und milde Wetter im vergangenen Frühjahr. Dadurch hätten mehr Junghasen überlebt.

Durchschnittlich wurden in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Landesjagverbandes 15 Hasen pro Quadratkilometer gezählt. Das ist leicht über dem Bundesdurchschnitt. Dieser liegt bei elf Feldhasen pro Quadratkilometer auf Wiesen und Feldern.

Intensive Landwirtschaft setzt Tieren zu

Durch Ackerbau fehle es den Hasen allerdings an geeigneten Lebensräumen mit genügend Nahrung und Schutz vor Beutegreifern, wie Füchsen und Greifvögeln.

Ein Hase sitzt auf einer Wiese. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Feldhasen finden in der intensiven Landwirtschaft wenig Futter und Verstecke. Picture Alliance

Um den Feldhasen in Zukunft besser zu schützen, müssten mehr miteinander verbundene Biotope geschaffen werden, so ein Sprecher des Jagdverbandes.

Hasen sind keine Haustiere

Im Gegensatz zu Kaninchen sind Hasen Wildtiere. Sie eignen sich daher nicht für die Haltung. Tatsächlich ist es sogar verboten, Feldhasen aus ihrem natürlichen Lebensraum zu entfernen und als Haustiere zu halten.

STAND