Gebäude der ehemaligen Bahnhofsmeisterei Teil des Bahnhofs Konz-Karthaus versteigert

Das Gebäude der ehemaligen Bahnmeisterei des Bahnhofs Konz-Karthaus ist am Freitag in Berlin versteigert worden - für 41.000 Euro.

Zum Verkäufer machte das Auktionshaus Karhausen in Berlin keine weiteren Angaben - nur soviel: Das Gebäude wurde für 41.000 Euro ersteigert. Aus der Anzeige des Auktionshauses ging hervor: Mindestens 15.000 Euro sollte das Haus aus dem Jahr 1903 kosten. Es ist seit Jahren ungenutzt und die Bahn wurde in ihrer Anzeige sehr deutlich:

Vandalismus-, Feuchtigkeits-, Putz- und Mauerwerksschäden, Graffitiverunreinigungen, tlw. Deckendurchbrüche, Dach tlw. undicht bzw. defekt, ehemalige Einrichtungsgegenstände vorhanden, insgesamt stark sanierungs- und modernisierungsbedürftiger Zustand.

DB Rheinland-Pfalz

Seit Jahren tut sich nichts in Konz-Karthaus

Auch mit dem Hauptgebäude - dem Bahnhof - lief es nicht glatt: 2006 verkaufte die Bahn das Bahnhofsgebäude zunächst an einen Luxemburger Fonds. Dann wurde das rund 1.237 Quadratmeter große Grundstück 2012 versteigert. Die Stadt Konz erhoffte sich einen Investor, der das denkmalgeschützte Gebäude wieder auf Vordermann bringen sollte: Der Bahnhof sollte neu genutzt und der Stadtteil damit aufgewertet werden. Das Architekturbüro Weltzel und Hardt aus Trier erstand das Haus.

Ehemalige Bahnmeisterei Bahnhof Konz-Karthaus (Foto: Creative-Commons / Helge Klaus Rieder)
Creative-Commons / Helge Klaus Rieder

Doch die alte Bahnhofsmeisterei rottete weiter. Dazu türmt sich teilweise der Müll, Fenster und Türen sind vernagelt, immer wieder gibt es Vandalismus. Weiteres Problem: Ein Teil der Immobilie ist immer noch an die Deutsche Bahn vermietet - für Betriebstechnik. Dieser kann auch nicht einfach gekündigt werden. Ob der Käufer Willen, Kraft und Ressourcen für eine Renovierung mitbringt, wird die Zeit zeigen.

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