Experten bei der Waldzustandserhebung (Foto: SWR)

Forstleute begutachten Bäume Der Wald in Eifel und Hunsrück leidet

Zwei Wochen lang begutachten Forstleute im Wald in der Region Trier, wie es den Bäumen geht. Leider müssen sie feststellen: Es wird immer schlimmer.

Nach Angaben der Forschungsanstalt für Waldökologie in Trippstadt (Landkreis Kaiserslautern) schauen sich die Experten vor allem den Zustand der Baumkronen an. Jetzt, beim Höhepunkt der Vegetation, ließe sich daran erkennen, ob der Baum gesund sei. Dabei sehen sich die Forstleute seit 1984 Jahr für Jahr dieselben markierten Bäume an.

Dauer

Es geht dem Wald nicht gut

Dadurch, dass es immer dieselben Bäume sind, können die Experten genau ablesen, wie sich der Wald verändert. Und es sehe nicht gut aus, erklärt Friedrich Engels von der Forschungsanstalt. Zwar ginge es dem Wald phasenweise immer mal besser. Der Trend sei aber, dass die Bäume leiden: Es sei viel zu trocken, was die Bäume anfällig für Pilze und Schädlinge mache. Außerdem mache die schlechte Luft den Bäumen zu schaffen.

Manche Bäume auf den Extremstandorten sind regelrecht vertrocknet. Die, die sich gerade noch so halten könnten, die werden dann durch die Insekten umgebracht.

Friedrich Engels, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Abhilfe: Mischwald

Eine Für Friedrich Engels gibt es nur eine Lösung. Statt Monokultur müssten die Wälder zu artenreichen Mischwäldern umgewandelt werden. Wenn eine Baumart ein Problem bekomme, gebe es dann immer noch andere Baumarten, die verhinderten, dass der Wald zusammenbreche. Dann bliebe immer ein Gerüst aus Bäumen stehen, auch wenn eine Baumart ausfällt.

Ergebnisse Ende des Jahres

Die Erhebungen finden laut Forschungsanstalt jährlich statt und geben Aufschluss darüber, wie sich der Zustand des Waldes entwickelt. Ende des Jahres werden die Ergebnisse im Waldzustandsbericht präsentiert.

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