Zwei Frauen sollen versucht haben, eine Taxifahrerin auszurauben. (Foto: dpa Bildfunk)

Versuchter Überfall in Trier Drei Jahre Haft nach Elektroschocker-Attacke auf Taxifahrerin

Das Landgericht Trier hat zwei Frauen wegen versuchten besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt. Sie hatten eine Taxifahrerin mit einem Elektroschocker angegriffen.

Das Landgericht Trier verurteilte die zwei Frauen zu je drei Jahren Haft. Die 30 und 32 Jahre alten, vorbestraften Frauen hatten im Dezember 2016 versucht, eine Taxifahrerin in Trier zu überfallen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die beiden die Tat geplant hatten. Bei ihrer Taxibestellung hatten die Frauen ausdrücklich eine Fahrerin verlangt. Von dieser ließen sie sich in den Trierer Stadtteil Ehrang fahren. Auf einem abgelegenen Parkplatz gingen sie mit einem Elektroschocker auf die Taxifahrerin los.

So erlebte die Taxifahrerin den Überfall

Die Taxifahrerin schilderte nach dem Urteilsspruch, wie sie den Überfall erlebte. "Die Augen vergesse ich nie, es war ein sehr kalter, überlegener Blick. Und dann habe ich erst gesehen, dass die einen Elektroschocker hat", sagte sie dem SWR.

Dauer

Der Plan der Täterinnen war laut Staatsanwaltschaft, dass eine der Frauen die Taxifahrerin ablenken sollte, die andere sollte sie mit dem Elektroschocker außer Gefecht setzen, die Ablenkerin sollte dann nach dem Geldbeutel der Fahrerin greifen. Der Plan ging aber nicht auf.

Taxifahrerin erlitt Verbrennungen

Der Taxifahrerin gelang es schließlich aus dem Taxi auszusteigen, um Hilfe zu rufen und wegzulaufen. Eine der beiden Angeklagten soll sie verfolgt und erneut mit dem Elektroschocker angegriffen haben. "Ich habe nur gedacht, die will mich am Boden liegen haben", schildert die Taxifahrerin die Tatnacht.

Als ein Auto vorbeifuhr und anhielt, flüchteten die beiden Täterinnen. Und zwei Frauen hätten ihr geholfen, erzählt sie. Das Opfer erlitt durch den Elektroschocker Verbrennungen am Rücken und an den Schultern. Die Taxifahrerin wurde im Krankenhaus behandelt.

Frauen handelten aus Geldnot

Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen von drei Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung sprach sich für Bewährungsstrafen aus. Vor Gericht hatten die Angeklagten ausgesagt, sie hätten aus Geldnot gehandelt.

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