Ein römischer Goldschatz im Trierer Landesmuseum (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Fahndung nach Tätern dauert an Trierer Goldschatz wird nach versuchtem Diebstahl stärker gesichert

Der Goldschatz im Landesmuseum in Trier gilt als der größte aus der römischen Kaiserzeit. Besucher können ihn nach dem spektakulärem Diebstahlversuch aber erst im Sommer wieder sehen.

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Eine neue Sicherheitstür komplett aus Stahl und eine neue, "noch sicherere" Panzervitrine sollen den Schatz mit seinen gut 2.600 Münzen aus purem Gold vor Dieben schützen. Erst im Frühsommer 2020 dürfte der Goldschatz sicherheitstechnisch wieder richtig aufgerüstet sein, sagte Museumsdirektor Marcus Reuter.

Einbruch erinnert an Goldmünzen-Klau in Berlin

Unbekannte waren am 8. Oktober über ein Fenster in das Rheinische Landesmuseum eingebrochen. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, an den Goldschatz zu kommen. Die mutmaßlichen Täter ließen zwei Vorschlaghämmer, zwei große Schraubendreher und ein Brecheisen im Museum zurück.

"Wir haben noch keine heiße Spur", sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten fahnden auch mit einem Video und Fotos. Der Einbruchversuch erinnerte an den spektakulären Coup im Berliner Bode-Museum. Vor knapp zwei Jahren hatten mutmaßlich Mitglieder eines Clans eine rund 3,75 Millionen teure Goldmünze gestohlen.

Sechsstelliger Betrag für Schutz des Goldschatzes

Der rund 18,5 Kilogramm schwere Goldschatz sei derzeit an einem sicheren, geheimen Ort untergebracht, sagte Museumsdirektor Reuter. Die geplanten neuen Sicherheitsvorkehrungen seien nach Beratungen mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz erarbeitet worden. Man gehe von einem sechsstelligen Betrag aus, der investiert werden müsse.

Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit sei das absolute Aushängeschild des Museums. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.

Im Zuge der Arbeiten werde auch vor dem Münzkabinett der Info-Bereich überarbeitet. Die Räume der Dauerausstellung sind weiter für Besucher zugänglich.

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