Klaus Litzenburger vor seinem Haus mit Solarmodul für Warmwasserbereitung  (Foto: SWR, Marion Barzen)

"Energie-Gräber" entdecken Klimaschutzpate in Bengel sagt CO2 den Kampf an

Die Idee kommt von der Wärmekonferenz Rheinland-Pfalz: Klimaschutzpaten für kleine Gemeinden. Bengel (Kreis Bernkastel-Wittlich) hat seit ein paar Tagen so einen Klimaschutzpaten.

Klaus Litzenburger ist der Klimaschutzpate für Bengel. Und zwar erst seit einigen Tagen. Aber er hat schon viele Ideen. Sein erster Verbesserungsvorschlag gilt einem Bau, auf den er jeden Tag von seinem Haus aus guckt. Die Dorf-Turnhalle – das größte "Energiegrab" von Bengel, sagt Klaus Litzenburger:

"Die ist noch Originalzustand 60er Jahre. Da sind einfache Fensterscheiben, Aluminiumrahmen, Skelettbauweise mit Betonpfeilern, die kaum isoliert sind innen, die Decke, die Beleuchtung, die Lüftungsanlage ist noch original."

Klaus Litzenburger, Klimaschutzpate für Bengel

Auch für den ganzen Ort hat Litzenburger sich schon Gedanken gemacht. Er regt an, dass die stromfressenden Straßenlampen bald durch LEDs ersetzt werden. Und dann sind da ja noch die Bengeler Bürger. Sie soll er in Zukunft auch beraten zu jeder Form von Energie-Einsparung und welches Fördergeld es dafür gibt.

"Wenn man den ganzen alten Hausbestand renovieren könnte, mit neuen Heizungen, Dämmung an den Gebäuden, Beleuchtung, dann würde schon einiges an Energie eingespart."

Klaus Litzenburger, Klimaschutzpate für Bengel

Sein eigenes Haus hat er schon in Sachen Klimaschutz modernisiert. Hausfassade, Keller, Speicher hat er vor Jahren gedämmt. Auf dem Dach hat er eine Photovoltaikanlage für den Strom und das Wasser im Haus macht er durch Solarmodule an der Fassade heiß. Seine Energiekosten: Null Euro. Das wäre auch seine Vision für Bengel - doch weil die Kommunen für Energiesanierung nicht genügend Geld haben, wird das wohl ein Traum bleiben.

Haus mit Solarmodul für Warmwasserbereitung in Bengel (Foto: SWR, Marion Barzen)
Haus mit Solarmodul für Warmwasserbereitung in Bengel Marion Barzen
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