"Für die Demokratie streiten" Bundespräsident zeigt Diplomaten Moselregion

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht die Demokratie unter Druck. Das hat er am Mittwoch in Traben-Trarbach vor internationalen Diplomaten gesagt. Mit ihnen war er im Hunsrück und an der Mosel unterwegs.

Die Demokratie sei "auch bei uns in Deutschland ganz gewiss kein garantiertes oder auf ewig fest gefügtes Werk", sagte Steinmeier rund 180 ausländischen Diplomaten. Es gebe "politische, gesellschaftliche und technologische Umbrüche", deshalb müssten "wir lernen, für die Demokratie aufs Neue zu streiten und neue Antworten zu finden, wo alte offensichtlich nicht mehr taugen", so der Bundespräsident.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Steinmeier war seit dem Vormittag mit dem Diplomatischen Korps in Rheinland-Pfalz unterwegs. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) begleitete die Tagesreise. Zuerst besuchten sie den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, den Dreyer als "einen unser Leuchttürme" vorstellte. Danach machten sie eine Schifffahrt auf der Mittelmosel von Traben-Trarbach nach Bernkastel-Kues. Auch eine Führung durch das St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues stand auf dem Programm.

Das frisch renovierte Schloss Lieser im Kreis Bernkastel-Wittlich beim Abendempfang und der Kreuzgang des Cusanusstiftes in Bernkastel-Kues waren die letzten Stationen der Diplomatenreise. Jetzt kennen viele von ihnen die Mosel nicht mehr nur vom Weinetikett.

18.09.2019, Rheinland-Pfalz, Traben-Trarbach: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer stehen inmitten der Botschafter, die auf Einladung des Bundespräsidenten gekommen sind.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
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Die Reisen des Bundespräsidenten mit ausländischen Diplomaten gibt es seit 1996. Sie finden jedes Jahr in einem der 16 Bundesländer statt. Die Teilnehmer sollen so laut Bundespräsidialamt Deutschland und seine Regionen besser kennenlernen. Die letzten Ziele waren Bremen und Sachsen-Anhalt. Rheinland-Pfalz hat der Bundespräsident zuletzt im Oktober 2018 besucht. Damals informierte er sich in der Südwestpfalz über den Strukturwandel.

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