Der Flughafen Bitburg von oben (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa)

Umgang mit chemischem Schadstoff PFT-belastete Erde soll auf Flugplatz Bitburg gelagert werden

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) plant eine Lagerstätte für PFT-belastete Erde auf dem Gelände des Flugplatzes Bitburg. Umweltschützer kritisieren diese Pläne.

Auf dem Flugplatzgelände soll sich nach Angaben der BImA neues Gewerbe ansiedeln. Dafür werde neu gebaut und belastete Erde abgetragen. Wie die BImA mitteilt, sind geeignete Deponien voll oder zu weit weg. Deshalb solle die PFT-Erde vor Ort im Bereich des Flugplatzes gelagert werden. Das Gelände könne mit einer Folie so gesichert werden, dass daraus keine PFT-Schadstoffe mehr ins Grundwasser gelangen können, so die BImA.

Umweltschützer gegen die Lagerung von PFT

Laut BImA ist das mit der zuständigen Umweltbehörde SGD Nord abgestimmt. Umweltschützer kritisieren die Pläne als intransparent und nicht ausreichend. Sie fürchten außerdem, dass belastete Flächen nicht genügend von den Schadstoffen gereinigt würden.

Dauer

Löschschaumprozess der Verbandsgemeinde Wittlich

Die hohe PFT-Belastung könnte durch Löschschaum entstanden sein, den die US-Armee jahrelang benutzt hat. Auch rund um die US-Airbase in Spangdahlem werden erhöhte PFT-Werte gemessen. Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land wirft der US-Luftwaffe deswegen fahrlässiges Verhalten mit dem gefährlichem Löschschaum vor. Sie hat die zuständige Bundesbehörde BImA auf Schadenersatz verklagt. Bisher ist jedoch unklar, ob nachgewiesen werden kann, dass der amerikanische Löschschaum die Ursache für die Umweltverschmutzung ist.

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