Der Trierer Bischof Stephan Ackermann während der Pressekonferenz in Fulda (Foto: dpa)

Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche Bischof Ackermann fordert Debatte über Zölibat

Für mehr Offenheit und Diskurs in der katholischen Kirche hat sich der Trierer Bischof, Stephan Ackermann, ausgesprochen. Zölibat und Sexualmoral müssten thematisiert werden.

Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Ackermann, sagte im Rahmen einer Fachtagung zur Prävention von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche am Freitag in Köln: "Wir wollen in einen offenen, transparenten Gesprächsprozess eintreten." Das gelte auch beim Thema Zölibat. Ebenso sei die Frage der Sexualmoral "ein Thema, über das offen gesprochen werden muss".

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Der Zölibat verpflichtet katholische Priester zur Ehelosigkeit. Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hatte zuvor in Bonn in einem Beschluss gefordert, sich für die Abschaffung des Pflichtzölibats für katholische Priester und eine Gleichstellung von Männern und Frauen in der Kirche einzusetzen. Ackermann bekräftigte, dass künftig mehr Positionen in Leitungsgremien mit Frauen besetzt werden sollten.

Vor einigen Wochen hatte sich bereits der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf für eine Debatte über die Zukunft de Zölibats ausgesprochen. Es dürfe "kein Tabu sein, darüber zu reden".

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