Biotüten liegen auf Biomüll (Foto: SWR)

Biotüte oder Biotonne? Streit um Bioabfall im Vulkaneifelkreis

Der Kreistag des Vulkaneifelkreis hat am Montagabend darüber diskutiert, wie Bioabfälle künftig entsorgt werden. Vorgesehen ist ab 2020 die Biotüte. Doch damit ist nicht jeder einverstanden.

Die Verwaltung des Vulkaneifelkreises plant, dass die Bürger ab 2020 selbst den Bio-Abfall sammeln und zu einer Sammelstation bringen. Über dieses Konzept sollte der Kreistag entscheiden. Wie die Entscheidung ausfiel, ist noch nicht bekannt.

Dauer

Kampf um die Biotonne

SPD, UWG, FDP und Linke fordern, die Biotonne erstmal zu behalten. Für sie geht die Umstellung von Biotonne auf Biotüte zu schnell, denn viele Fragen seien noch ungeklärt. Ihre Befürchtung: Bio-Abfälle würden künftig unter anderem vermehrt im normalen Hausmüll landen.

Einige Menschen im Vulkaneifelkreis wollen die Biotonne nicht gegen eine Biotüte tauschen. (Foto: SWR, Oliver Kring)
Einige Menschen im Vulkaneifelkreis wollen die Biotonne nicht gegen eine Biotüte tauschen. Oliver Kring

Lange Wege zu den Containern

Außerdem seien lange Wege zu den Sammelstellen vor allem älteren und pflegebedürftigen Menschen nicht zuzumuten. In vielen Gemeinden sei beispielsweise offen, wo Sammelstellen für die Bio-Tüte eingerichtet werden sollen.

In der Region Trier können Bürger seit 2018 ihre Bioabfälle freiwillig in der Biotüte sammeln und dann zu Containern bringen. (Foto: SWR)
In der Region Trier können Bürger seit 2018 ihre Bioabfälle freiwillig in der Biotüte sammeln und dann zu Containern bringen.

ART-Geschäftsführer will Biotüte nächstes Jahr

Dagegen hat im Vorfeld der Geschäftsführer des kommunalen Entsorgungsunternehmens ART vor einer Verzögerung gewarnt: Wenn die Umstellung nicht zum Jahreswechsel erfolge, könne das sehr teuer werden.

STAND