Anne Frank Ausstellung im Stadtmuseum in Trier (Foto: SWR, Susanne Blank)

Ausstellung zu Anne Frank in der Stadtbibliothek Weberbach Das Tagebuch der Triererin Marianne Elikan

Zum 90. Geburtstag von Anne Frank zeigt die Stadtbibliothek Weberbach eine kleine Ausstellung. Dabei spielt auch eine Trierer Jüdin eine Rolle, die ebenfalls als Jugendliche Tagebuch schrieb.

Anne Frank wäre am 12.6.2019 90 Jahre alt geworden. Zu ihren Ehren können sich Besucher noch bis zum 21. Juli eine Ausstellung in der Stadtbibliothek Weberbach ansehen. Anne Frank und ihr Tagebuch sind weltberühmt, es wurde in 70 Sprachen übersetzt und ist Teil des Unseco Weltdokumentenerbes. Auch eine Trierer Jüdin schrieb während der Naziherrschaft Tagebuch. Auch um sie geht es in der Ausstellung.

Stadtmuseum Trier Anne Frank Ausstellung

Anne Frank Ausstellung im Stadtmuseum in Trier (Foto: SWR, Susanne Blank)
Die Ausstellung über Anne Frank ist bis zum 21. Juli zu sehen, der Eintritt ist frei. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
Das Tagebuch der Anne Frank ist weltberühmt: Der Einblick in ihr Leben macht das Grauen der Naziherrschaft greifbar. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
Das Tagebuch wird immer wieder neu illustriert, manchmal auch als Comic. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Trierer Jüdin Marianne Elikan schrieb als Jugendliche Tagebuch. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Judensterne und zwei Vorladungen, die Marianne Elikan einbestellten. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
In Trier liegen die Originalschriften Marianne Elikans aus. Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen
Zettel mit Schriften gegen Juden. Auf dem unteren steht: "Juden werden hier nicht zugelassen". Susanne Blank Bild in Detailansicht öffnen

Marianne Elikans Tagebuch

Um 7 Uhr haben die Deutschen die Waffen niedergelegt, na diese Freude muss man sich vorstellen. Dieser Taumel auf die Straße, keiner trägt mehr Sterne.

Marianne Elikan, Theresienstadt am 7. Mai 1945

Das schrieb die damals 16-jährige Marianne Elikan in ihr Tagebuch. Fast drei Jahre war sie in Theresienstadt interniert und überlebte, ihre Familie wurde im Holocaust umgebracht. Zwischen 1942 und 1946 führte sie Tagebuch und schrieb über ihr Leben, den Antisemitismus, die NS-Zeit. 2008 wurde es unter dem Namen "Das Leben ist ein Kampf" veröffentlicht. Sie lebte nach dem Krieg wieder in Trier. Im Audio erinnert eine Freundin an Marianne Elikan.

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